Rheinpfalz Straßenbau beschäftigt Gemeinderat
Der Ausbau der 650 Meter langen Bahnhofstraße ist eines der zentralen Themen der Ratssitzung am heutigen Donnerstag ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Hinterweidenthal.
Der Rat vergibt die Bauleistungen, nachdem Ende Mai der Zuwendungsbescheid eingetroffen und damit die Finanzierung gesichert war. Elf Firmen gaben Angebote ab. Den Zuschlag wird aller Voraussicht nach das Pirmasenser Unternehmen Theisinger und Probst erhalten, das mit 579.000 Euro das preisgünstigste Angebot abgab (wir berichteten bereits am 31. Juli). Die formelle Zustimmung des Rates steht heute an. In diesem Zusammenhang wird auch gleichzeitig die Straßenbeleuchtung erneuert. Hierfür wurden überschlägig 38.000 Euro veranschlagt. Wie ebenfalls berichtet, ist die Umstellung auf LED-Leuchten rund 10.000 Euro günstiger als geplant: Rund 28.000 Euro soll sie kosten. 60 Prozent der Kosten entfallen auf die Grundstücksbesitzer in der Gemeinde in Form von wiederkehrenden Beiträgen, die restlichen 40 Prozent trägt die Gemeinde. Die grundlegende Renovierung der Fußgängerbrücke im Bereich der Einmündung Bahnhofstraße/Im Handschuhteich ist inzwischen weitestgehend abgeschlossen. Zeitgleich wurde auch im Bereich Bahnhofstraße/Hauptstraße in Höhe des Bahnüberganges die Zuleitung für einen Tiefbehälter hergestellt. Wie Ortsbürgermeisterin Barbara Schenk informierte, wird es im Zuge der Erneuerung der Bahnhofstraße teilweise zu einer Vollsperrung kommen. Gebaut werde in zwei Abschnitten. Gleichzeitig werden zunächst die Hausanschlüsse hergestellt sowie Wasser und Kanalarbeiten getätigt – vor Beginn der eigentlichen Straßenbauarbeiten. „Die Arbeiten beginnen erst nach der Kerwe, sodass das Kerwetreiben, wie üblich auf dem Dorfplatz stattfinden kann“, informiert Schenk auf RHEINPFALZ-Anfrage. Der Dorfpark beschäftigt den Rat ebenfalls. Nachdem der Rat im Februar 2014 das Kaiserslauterer Planungsbüro Bachtler, Böhme und Partner mit der Planung und Umsetzung eines Pumpenschachtes zur Verbesserung der Wasserqualität im Teich beauftragt hatte, wurde dieser Plan nicht weiter verfolgt. „Ein wasserrechtliches Verfahren muss zunächst angestrebt werden, das ist sehr aufwendig“, so Schenk. Näheres erläutert sie in der Sitzung. Derzeit sei eine beschränkte Ausschreibung zur Erneuerung der Beleuchtung im Bereich der ehemaligen Gaststätte „Feldner“, dem jetzigen neu angelegten Teil des Dorfparkes, in Gang. Dort werden noch zwei Straßenlaternen installiert und Leitungen teilweise in den alten Teil des Parks verlegt. Die Erneuerung einer der mutwillig beschädigten Laternen steht ebenfalls an. Die Kostenfrage sei noch offen, so Schenk. Bestattungen sollen teurer werden. Im Amtsdeutsch heißt das „Neufassung der Friedhofsgebührensatzung“. Die Kommunalaufsicht hatte die Gemeinde dazu aufgefordert, die Bestattungsgebühren zu erhöhen, sonst würden beantragte Darlehen nicht genehmigt. Der Rat beschäftigt sich heute Abend damit, die Gebühren „maßvoll“ anzuheben. Zu Beginn der Sitzung ist eine Einwohnerfragestunde terminiert. (dy)