Rheinpfalz Staatsanwaltschaft lässt Anschlag-Vorwurf fallen

Zweibrücken. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken verdächtigt einen 24-Jährigen nicht mehr, einen Anschlag an Silvester in Kaiserslautern geplant zu haben. Die Behörde geht jedoch weiterhin davon aus, dass der Mann aus Nordrhein-Westfalen gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen hat.
Bei einer Durchsuchung fanden Polizisten Ende Dezember bei dem 24-Jährigen 45 Kilogramm Explosivstoffe. Gestern teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass der Mann jedoch weiterhin wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr hinter Gittern bleiben soll. Der 24-Jährige war von einem 18-jährigen Mitbeschuldigten aus Lauterecken (Kreis Kusel) belastet worden, an der Planung einer Explosion in Kaiserslautern an Silvester beteiligt zu sein. Diese belastenden Angaben des 18-Jährigen haben sich laut Staatsanwaltschaft als widersprüchlich erwiesen. Der 24-Jährige hatte die Vorwürfe von Anfang an bestritten und sich als Anhänger der Pyrotechnikszene bezeichnet. Die Polizei prüft nun, ob der 18-Jährige überhaupt einen Anschlag geplant hatte – so wie es ihm die Ermittler vorwerfen. Der Lauterecker bestreitet das und bezeichnet sich laut Staatsanwaltschaft ebenfalls als „Anhänger der Pyrotechnikszene“. Bei dem jungen Westpfälzer hat die Polizei ebenfalls über 110 Kilogramm explosive Stoffe gefunden. Allerdings waren dazu zwei Anläufe notwendig. Bei einer ersten Durchsuchung übersahen die Beamten 100 Kilogramm des explosiven Materials. Der 18-Jährige befindet sich laut Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat weiterhin in Untersuchungshaft. Mit dem Fall befassten sich sowohl der Innen- als auch der Rechtsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags. |gana