Rheinpfalz „Sei stets du selbst“

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Unter dem Motto „Läuft bei dir? Dann gönn dir...“ stand die Nacht der offenen Kirche in Lauterecken am Freitagabend. Bereits zum siebten Mal veranstalteten die evangelische Jugendzentrale Lauterecken/Otterbach und die protestantische Kirchengemeinde Lauterecken einen Jugendgottesdienst, Workshops und eine Party für Jugendliche und Junggebliebene.

Der Dekanatsjugendchor DNS unter der Leitung von Jutta Fries, stimmte die Besucher mit Andreas Bouranis „Auf uns“ schwungvoll auf den Abend ein. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes, standen die Jugendworte von 2014 „Läuft bei dir, gönn dir...“, doch die Jugendlichen, die den Gottesdienst leiteten, wollten an diesem Abend auch zeigen, dass hinter den Worten mehr steckt, als ein entspanntes, lässiges Leben und luden auf eine Entdeckungsreise zu Alltagssituationen einer Jugendlichen ein. Da sind Unsicherheiten – findet man die richtigen Worte in der jeweiligen Situation? Musikalisch setzte dort „Du bist das Licht“ von Gregor Meyle an, bevor eine tagebuchschreibende Jugendliche in einem Rollenspiel Einblicke in ihr Leben verschaffte. Ein neuer Stundenplan mit einer Doppelstunde Mathe am Montag, Lästereien in der Pause und eine verständnislose beste Freundin, machten ihr das Leben schwer. Auf Standardfragen, wie „Wie geht es dir?“ habe sie immer eine Standardantwort parat. „Gut.“ Aber ist das wirklich so? Manchmal läuft das Fass über, und dann brauche sie ihren Lieblingsfilm, Pizza und ihr gemütliches Bett, um sich wieder gut zu fühlen. „Sag mir, dass dieser Ort hier sicher ist“ lautete dazu passend eine Passage im Lied „Irgendwas bleibt“ von Silbermond. Die folgende Predigt von Esther und Larissa zeigte auf, dass Jugendliche oft nicht die richtigen Worte oder den Mut finden, ihre Meinung zu sagen. Manchmal fühlen sie sich in der Menge einsam, und das Leben läuft nicht immer nach Plan. Jedoch sei es wichtig, immer zu seiner Meinung zu stehen und das Ziel nie aus den Augen zu verlieren. „Gönn dir was, gerade auch wenn es nicht so läuft, und sei du selbst“, denn Gott sei immer und überall an der Seite. Dazu präsentierte der Chor „One Way, Jesus“, dem folgte das Vaterunser und vor dem Segen noch „Sei behütet“. Die Wechsel zwischen Anspiel, Predigt, Gebet und musikalischen Höhepunkten, sorgten für einen kurzweiligen Gottesdienst, dem die jugendlichen Besucher aufmerksam folgen, mitklatschten, beteten und sangen. Im Anschluss, wurden die Stühle zur Seite geräumt, um mitten in der Kirche Platz für Spiel, Spaß und Tanz zu schaffen. Vor der Party standen fünf verschiedene Workshops, ebenfalls von Jugendlichen organisiert und geleitet, zur Auswahl. Neben einer gemütlichen Chillout-Zone fand sich eine Fotostation mit allerlei Verkleidungen; von Hüten über Brillen bis hin zu Krawatten. Die Bilder wurden auf eine Leinwand projiziert, so dass sie über den gesamten Abend noch für Lacher zwischendurch sorgten. Weniger gelächelt und gealbert, sondern am Pokerface gearbeitet wurde im Spielcasino. Zwar wusste nicht jeder, wann er überhaupt ein gutes Blatt auf der Hand hatte, aber der Spaß stand dort genauso im Fokus, wie beim mittelalterlichen „Hau den Lukas“, dem Germanenhammer, an dem ausgiebig die Kräfte gemessen wurden. Rasant ging es an der Carrerabahn zu. Dank Spendern konnten Getränke und Snacks kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Einzig in der Cocktailbar auf der Empore wurden für „Schneckensaft“, „Blauer Kapitän“ oder „Sonnenaufgang“ ein kleiner Beitrag fällig. (sbs)

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