Rheinpfalz „Schmerz ist ein Signal“

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Bad Dürkheim. Als disziplinierter Ausdauersportler hat sich Joey Kelly einen Namen gemacht in Deutschland. Heute erzählt er auf Einladung des Dürkheimer Lions-Clubs in der Salierhalle, wie er seine Herausforderungen bewältigt. Im Interview spricht er über das Kurz-Comeback der Kelly-Family und wie seine Frau ihm den Rücken frei hält.

Herr Kelly, was sagen Sie eigentlich Leuten, die nach ihrem Beruf fragen?

Ich sage in der Regel, dass ich Unternehmer bin. Ich bin selbstständig und habe sechs angestellte Mitarbeiter. Wir arbeiten intensiv mit anderen Firmen zusammen. Zum Beispiel zu den Themen Gesundheit und Mitarbeitermotivation. Es geht aber auch um die Zusammenarbeit mit Medien und um Sportprojekte. Profitieren Sie da noch von dem Namen Kelly? Ultramarathonläufer und Extremsportler gibt es ja inzwischen einige. Ich glaube schon. Ich habe früher ein bisschen Musik gemacht. Durch die Präsenz der Kelly-Family hat man einen Namen. Ich habe die letzten 20 Jahre viel Ausdauersport gemacht. Sie würden wahrscheinlich mit Herrn Müller oder Herrn Meier kein Interview machen über einen Vortrag, der von sinnlosen Wettkämpfen handelt. Ultrasport ist kein Fußball, das interessiert weniger Leute. Ein Lebensabschnitt war die Kelly-Family. Romantische Menschen warten darauf, dass Sie wieder auf Tour gehen. Gibt es das große Comeback? Mein Bruder Angelo hat mich gefragt, ob ich mit der Familie ein Konzert in Dortmund machen würde. Ich habe gesagt, dass ich gerne für ein Konzert dabei bin. Im Vorverkauf war dann die Westfallenhalle nach 17 Minuten ausverkauft. Zwei weitere Tage dort waren nach wenigen Stunden ausverkauft. Mit jeweils über 10.000 Menschen. Ich war sehr überrascht, aber es ist eine einmalige Geschichte. Wann haben Sie diese Lust entwickelt, sich mit Sport so intensiv zu befassen und als deutscher „Forest Gump“ durch die Gegend zu laufen? Ich habe das 1996 für mich entdeckt. Es war damals ein optimaler Ausgleich. Laufen als Ventil gegen Stress. Ich durfte unser Familienunternehmen zehn Jahre als Geschäftsführer führen. Eigentlich war es ein Zufall. Ich habe gewettet, dass ich einen Volkstriathlon schaffe. Ich habe damals im Ziel geschworen, dass ich das nie wieder mache, aber einige Tage später festgestellt, dass mir das etwas gebracht hat. Ich habe gleich einen geschäftlichen Termin und danach gehe ich zweieinhalb Stunden laufen. Ich freue mich darauf. Sie haben ja Erfahrung: Kann man jeden körperlichen Schmerz mit mentaler Kraft überwinden? Nein, nicht jeden. Schmerz ist auch ein Signal des Körpers, auf das man hören sollte. Aber natürlich muss man sich bei einem 100-Meilen-Lauf auf den letzten 30 Kilometern quälen. Was ist Ihre nächste große Herausforderung in diesem Jahr? Es gibt den Hamburg-Marathon, den Mainzer Marathon, dann mache ich das „Race across America“ im Juni. Das Radrennen habe ich schon dreimal gemacht. Dann mache ich im Sommer den Deutschland-Lauf von der Ostsee bis zur Zugspitze. Im Herbst ist Köln-Halbmarathon und dann Frankfurt-Marathon. Dann mache ich im November wie jedes Jahr den 24-Stunden-Spendenlauf. Und wie vereinbaren Sie das alles mit ihrer Familie? Ich bin bisher noch nicht verlassen worden. Wenn man nach 20 Jahren noch zusammen ist, dann ist man ein gutes Team. Meine Frau hält mir den Rücken frei. Bei vielen Ultrasportlern leidet die Beziehung. Termin No Limits – Wie schaffe ich mein Ziel? Heute, 19.30 Uhr, Salierhalle Bad Dürkheim .

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