Rheinpfalz S-Bahn: Schäfer drängt, Saarland bremst

Die Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer kritisiert, dass das Saarland erst im Herbst über die Reaktivierung der Bahnstrecke Zweibrücken-Homburg entscheiden will (wir berichteten). Das Saarland verweist auf ungeklärte Fragen.
. Mit den Regionalisierungsmitteln sei die finanzielle Grundlage der S-Bahn-Verlängerung bereitgestellt, sagt Schäfer. Sie fordert die Wirtschaftsminister Volker Wissing (Rheinland-Pfalz) und Anke Rehlinger (Saarland) auf, die Verlängerung endlich umzusetzen. Schäfer: „Jetzt ist das Geld da, und die Entscheidung wird erneut aufgeschoben!“ Wolfgang Kerkhoff vom saarländischen Wirtschaftsministerium erklärte dazu: „Was die Regionalisierungsmittel angeht, ist es für das Saarland besser ausgegangen als es phasenweise aussah. Aber es ist auch klar, dass mit den beschlossenen Beträgen die Bäume nicht in den Himmel wachsen.“ Die nächste Planungsphase werde teuer, die Entscheidung müsse gut vorbereitet sein. Es müsse geklärt werden, wer für die Investition und den Betrieb welche Kostenanteile übernimmt, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. „Mit der Entscheidung über das weitere Vorgehen wird sich der Ministerrat befassen, wenn eine Reihe von Variablen abgearbeitet ist“, kündigte Kerkhoff an. Dazu gehöre etwa die große Ausschreibung für das Regionalbahnnetz. „Da geht es immerhin um 5,5 Millionen Zugkilometer, eine lange Laufzeit und entsprechend hohe Beträge.“ Verbindliche Angebote liegen laut Kerkhoff erst später im Jahr vor. |sig/cps