Rheinpfalz Region aktuell: IG Metall enttäuscht von Bosch-Konzernspitze

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„Den Unmut der Betriebsräte und ihrer Gewerkschaft“ habe die Bosch-Konzernleitung auf sich gezogen, kritisiert Ralf Cavelius, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall. Er bezieht sich auf den RHEINPFALZ-Artikel vom Donnerstag. Eine Firmensprecherin spricht von Panikmache und nennt die Darstellung der Gewerkschaft zur Job-Entwicklung bei Bosch im Saarland unseriös. Cavelius zeigt sich enttäuscht, „dass Bosch-Vertreter den Ängsten und Sorgen von über 3500 Teilnehmern des Aktionstages mit diesen herablassenden Stellungnahmen begegnen“. Doch zeige diese „Verblendungstaktik“, dass mit dem Aktionstag „Bosch bleibt“ das Signal in der Konzern-Zentrale angekommen sei. Cavelius nennt das Beispiel des Dieselpumpenwerks: Dort gingen in den nächsten 20 Jahren 3291 Mitarbeiter in Rente, eingestellt würden bei der derzeitigen Personalpolitik 46 Auszubildende oder Studenten im Jahr. Cavelius: „Jährlich verlassen rund 165 Mitarbeiter den Betrieb, aber nur 46 kommen hinzu.“ Auf 20 Jahre gerechnet, ergebe das 2380 Arbeitsplätze, die nicht neu besetzt, also faktisch abgebaut würden. Kuh Johanna, die nach ihrer Flucht aus dem Schlachthof wochenlang im Wald um den Einsiedlerhof umherstreifte und nun auf einem Gnadenhof in Fulda lebt (wir berichteten), hat ein Kalb zur Welt gebracht. Es sei ganz klein, aber gesund, erklärt Doris Rauh vom Tierschutzverein Rüsselheim, der die Kuh zum Gnadenhof bringen ließ. Man habe damit gerechnet, dass das Kalb per Kaiserschnitt geholt werden muss. Eine Kollegin sei eine Stunde weggegangen, als sie zur Kuh zurückkam, sei das Kalb da gewesen und habe getrunken, sagt Rauh. Der Verein überlege mehr denn je, den Landwirt anzuzeigen, der die Kuh schlachten lassen wollte. „Ich weiß nicht, was dabei herauskommt, aber zumindest werden wir Leute dafür sensibilisieren, was in Schlachthöfen passiert“, so Rauh, die schätzt, dass 30 Prozent aller Kühe, die geschlachtet werden, trächtig sind. |ghm

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