Rheinpfalz Rathaus bekommt denkmalschutzgerechte Fenster

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Das Rathaus in Schmalenberg bekommt die lange geplanten neuen Fenster. Für 36.218 Euro vergab der Gemeinderat am Dienstag den Auftrag an die Firma Fuder aus Vorderweidenthal, die spezialisiert ist auf die Herstellung von Holzfenstern für denkmalgeschützte Gebäude.

Unter anderem hat die Firma Fenster für das alte Schulhaus in Heltersberg hergestellt. Die Ausschreibung war in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde beim Kreis erfolgt. Einem weiteren alten Objekt möchte der Rat wieder neues Leben einhauchen: der historischen Fahne des Krieger-Militär-Vereins, die der Gemeinde, wie berichtet, von einer Bürgerin überlassen wurde. Zwei Firmen in Deutschland sind noch in der Lage, solche Fahnen zu restaurieren. Der Vertreter der Karlsruher Fahnenfabrik hat die Fahne vor Ort begutachtetet. Das Ergebnis teilte Bürgermeister Peter Seibert dem Rat nun mit. Die Fahne vollständig und fachmännisch zu restaurieren, würde 3900 Euro kosten. Die wertvollen Stickereien auf der aus dem Jahr 1903 stammenden Fahne sind noch sehr gut erhalten. Es gelte, den Unterstoff beiderseits zu erneuern und die Stickereien wieder anzubringen. In jedem Fall handele es sich um echte Handarbeit. Die Fahne, die ein bayerischer Löwe schmückt, weil Schmalenberg damals bayerisch war, heute neu herzustellen, würde 16.000 Euro kosten. „Das wäre dann auch der Wert der restaurierten Fahne“, erklärte Seibert. Die billigere Variante (1000 Euro) wäre es, die Fahne so, wie sie ist, in Kunststoff einzuschweißen, um den weiteren Verfall zu stoppen. Dann wäre die Fahne aber für alle Zeiten zerstört, sagte Seibert. Das will der Rat auf keinen Fall. Es wird nun zunächst nachgefragt, ob die Daniel-Theysohn-Stiftung die Restaurierung der Fahne finanziell unterstützt. Zudem sollen im Ort Spender gesucht werden. Hier signalisierte Dieter Schäfer (CDU), dass er sich mit um die Sponsorensuche kümmern würde. Ein Signal, das auch andere gaben. Bei der Sanierung der Leichenhalle, bei der ganz viel in Eigenregie geleistet wurde, gab es viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Über den Satz „das ist doch meine Pflicht als Schmalenberger Bürger, hier zu helfen“ eines Helfers habe er sich am meisten gefreut, so Seibert. Der bröckelnde Putz wurde erneuert, die Halle gestrichen und ein Loch im Dach repariert. Um die 4000 Euro, überschlug der Rat, habe die Gemeinde durch das ehrenamtliche Engagement gespart. Zum zweiten Mal in Folge musste der Rat den Punkt verschieben, einen Bebauungsplan im Bereich der Heltersberger Straße aufzustellen. Es gibt noch immer zu klärende Fragen. (add)

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