Rheinpfalz Ortsmitte soll aufgewertet werden

Placeholder-Image

Um viele Zahlen ging es bei der Sitzung des Gemeinderats Dittweiler am Donnerstagabend. So steht nach Feststellung des Jahresabschlusses 2012 ein Plus von 51.000 Euro zu Buche. Und im laufenden Haushalt muss die Ortsgemeinde nur noch 58.250 Euro an Krediten aufnehmen. Geplant waren 328.480 Euro.

Änderungen gab es nur im Finanzhaushalt, also dort, wo sämtliche Investitionen, deren Finanzierung sowie die Tilgung von Krediten abgebildet werden. Christoph Agne von der Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg erklärte, dass sich bei der Änderung „einzig das Volumen des Finanzhaushaltes verändert hat, der eingeplante Fehlbedarf von rund 97.000 Euro bleibt gleich“. Durch die neue Planung stellt sich allerdings der Bedarf an Investitionskrediten positiver dar. Waren bislang 328.480 Euro an neuen Investitionskrediten geplant, sind es im Nachtragshaushalt nur noch 58.250 Euro. Grund hierfür ist, dass in diesem Jahr mehrere Maßnahmen nicht durchgeführt werden und sich somit die Summe der Investitionstätigkeiten von rund 593.000 Euro auf nunmehr 175.600 Euro verringert. Dabei fallen der aufgeschobene Umbau des Bürgerhauses (454.900 Euro) – hierfür will der Rat in den kommenden Wochen einen I-Stock-Antrag stellen – sowie die Errichtung einer Fotovoltaikanlage auf dessen Dach (73.000 Euro) besonders ins Gewicht. Darüber hinaus verkaufte die Ortsgemeinde ein Baugrundstück und sicherte sich Einnahmen von 55.000 Euro. Neu im Nachtragshaushalt sind jeweils 20.000 Euro für die Breitbandverkabelung und die Parkfläche am Feuerwehrhaus sowie die erhöhten Baukosten für die Neugestaltung des Kohlbachs (65.000 Euro) eingeplant. Der Nachtragshaushalt wurde einstimmig beschlossen. Auch der Jahresabschluss des Haushaltsjahres 2012 fiel positiv aus. Unterm Strich steht ein Einnahmeplus von rund 51.000 Euro, das aus Mehreinnahmen bei Grund- und Gewerbesteuer resultiert – geplant war ein Minus in Höhe von 140.000 Euro. Das Eigenkapital der Ortsgemeinde, so berichteten Verwaltungsmitarbeiter Agne und Steffen Weber, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, beläuft sich auf 1,3 Millionen Euro. Über die Zahlenwerke hinaus bearbeitete der Rat etliche weitere Themen. Die Ratsmitglieder beschlossen, einen Förderantrag auf Mittel aus dem Investitionsstock zur Sanierung des Friedhofs zu stellen. „Der ist teilweise in desolatem Zustand“, sagte Ortsbürgermeister Winfried Cloß. Vorrangig sollen die Leichenhalle, Gehwege und Treppen sowie der marode Glockenturm auf Vordermann gebracht werden. Für die Leichenhalle (38.000 Euro) und den Glockenturm (2800 Euro) liegen bereits Kostenvoranschläge vor. Darüber hinaus werden am Friedhof zwei und in der Schulstraße ein Baum gefällt, um mögliche Schäden an Gräbern, der Friedhofsmauer und einem Wohnhaus vorzubeugen. Die Kosten belaufen sich auf gut 2000 Euro. Gegenüber des Bürgerhauses am Römerweiher könnte demnächst ein Generationenpark entstehen. Das Gremium beschloss auch hier, einen Antrag auf Fördermittel aus dem Dorferneuerungskonzept zu stellen. Für rund 36.000 Euro ist geplant, den alten Kinderspielplatz teilweise abzubauen und zu sanieren und durch einen Spiel- und Outdoor-Trainingsbereich zu ergänzen. Konkret könnten dort ein Baummikado – eine Art Kletterturm –, mehrere naturnahe Kletterelemente, Sitzgruppen sowie Trainingsgeräte aufgebaut werden. Ratsmitglied Dieter Zenglein betonte auch den Gesundheitsaspekt beim „Spielplatz für die ältere Generation“. Die Ortsmitte würde dadurch stark aufgewertet, ergänzte Ortsbürgermeister Cloß. Cloß informierte, dass der Kindergarten seit dem 1. September von 7 bis 16 Uhr geöffnet ist und nun Kinder ab dem ersten Lebensmonat bis zum zweiten Lebensjahr betreut werden können. Er hofft, dass nun noch mehr Kinder die Einrichtung besuchen und dass dadurch auch die eine oder andere Familie nach Dittweiler gelockt wird. (hlr)

x