Rheinpfalz Nils fragt: Was bedeutet Industrie 4.0?

Ein Transportroboter – ein sogenannter gelber Käfer – bei der Arbeit im Lkw-Werk Wörth.
Ein Transportroboter – ein sogenannter gelber Käfer – bei der Arbeit im Lkw-Werk Wörth.

Industrie 4.0 ist ein Schlagwort, mit dem neuartige Methoden des Produzierens gemeint sind. Maschinen, Roboter und Menschen werden digital, das heißt mit Computern miteinander vernetzt. Zum Beispiel arbeiten Menschen und Roboter Hand in Hand. Roboter helfen etwa beim Heben von Gegenständen. Oder Beschäftigte gehen durch eine Fabrik und können auf einem Smartphone oder Tablet erkennen, was gerade in einer Maschine passiert. Ob zum Beispiel bald eine Reparatur nötig ist.

Wenn es eine Industrie 4.0 gibt, dann müsste es eigentlich auch eine Industrie 3.0 und 2.0 und 1.0 gegeben haben. Hat es aber nicht. Der Begriff 4.0 als Bezeichnung für moderne Industrie wurde bei den Versionsnummern von Computerprogrammen abgeschaut. Die erste Version heißt da 1.0. Wenn dann eine große Neuerung kommt, heißt das 2.0 und so weiter. Damit die Industrie 4.0 nicht so alleine dasteht, hat man früheren Entwicklungen im Nachhinein solche Nummern gegeben. Als Industrie 1.0 wird die industrielle Revolution ab 1750 und im 19. Jahrhundert bezeichnet. Erfindungen waren die Dampfmaschine, die mechanische Webmaschine und die Eisenbahn. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dann mit Hilfe von Elektrizität und Fließbändern die Massenfertigung – etwa von Autos – in Fabriken gestartet. Das war Industrie 2.0. Seit den 1970er-Jahren werden verstärkt Computer eingesetzt. Die Produktion wurde automatisiert. Das war die Industrie 3.0. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts rollt die zweite Welle der Digitalisierung. Computer werden leistungsfähiger. Das nennt man Industrie 4.0.

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