Rheinpfalz Nils erklärt: Das Zeitspiel im Tischtennis

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Wie ihr bestimmt wisst, gibt es in einigen Sportarten feste Zeiten. Ein Fußballspiel wird nach 90 Minuten abgepfiffen, im Handball ist schon nach 60 Schluss. Das hat natürlich den Vorteil, dass ihr immer gut planen könnt. In anderen Sportarten geht das nicht. Zum Beispiel im Tischtennis. Um einen Satz zu gewinnen, braucht ihr elf Punkte. Wie viele Minuten ihr aber dafür habt, das steht nicht fest. Ein Ballwechsel könnte also unendlich lange gehen – sofern die zwei Spieler sehr, sehr treffsicher sind. Wenn zum Beispiel der Werner gegen den Andreas aus dem Artikel nebenan spielt, kann ein Einzel auch mal eineinhalb Stunden dauern. Das hält natürlich den Verkehr auf. Für so etwas wurde schon 1937 extra eine Regel erfunden: das Zeitspiel. Ist in einem Satz nach zehn Minuten noch kein Ende in Sicht, wird dieses angewendet. Der Spieler, der aufschlägt, muss dabei spätestens im 13. Ballwechsel den Punkt machen. Spielt sein Gegner aber ein 13. Mal erfolgreich zurück, bekommt dieser automatisch den Punkt – egal, ob der Aufschlagende danach treffen würde oder nicht. Besonders dabei ist, dass die Spieler immer abwechselnd und nur einmal aufschlagen. Nicht, wie normal, doppelt. Werner und Andreas hätten die Regel schon im ersten Satz anwenden sollen und alle weiteren Sätze danach spielen müssen. Jetzt wissen sie hoffentlich, wie es geht (ppp)

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