Rheinpfalz „Na, wie war’s?“ – „Schäää!“

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Knapp 30 Leser kommen zum RHEINPFALZ-Ferientag auf den Landeplatz Pottschütthöhe. Sie erleben einen exklusiven Flugtag mit persönlicher Betreuung. Die Ausbilder und Piloten plaudern aus dem Nähkästchen, fliegen eine Platzrunde nach der anderen, den Lesern gefällt es. Am Ende erfüllt sich der Wunsch von Karl-Peter Gries, dem Geschäftsführer des Pirmasenser Flugplatzes: „Sie sollen ,happy’ nach Hause gehen.“

Der Auftrag, den Piloten haben, ist klar. „Unsere Aufgabe ist es, den Traum der Menschheit wirklich zu verwirklichen“, sagt Heinz Spaniol, Ausbildungsleiter beim Ultra-Leichtverein Saar-Pfalz. Dieser Traum ist das Fliegen, den Himmel zu erobern, die Freiheit zu spüren. Für die RHEINPFALZ-Leser, die sich zur diesjährigen Ferienaktion auf der Pottschütthöhe angemeldet haben, wird er beim Rundflug über den Landeplatz Wirklichkeit. Denn das Fliegen in einer kleinen Maschine, einer viersitzigen Piper Archer II oder einem Ultraleichtflugzeug, fühlt sich „echter“ an als beispielsweise in einem großen Airbus. Jedes kleine Luftloch ist zu spüren. Wenn das Flugzeug ein bisschen absackt, zieht es in der Magengegend. Es rumpelt und knattert in gerade mal 300 Metern Höhe – und die Aussicht ist ein Traum. „Guck mal da, Rodalben und da, Herschberg, dort das Rheinberger“, heißt es immer wieder im kleinen Innenraum. Die Passagiere erleben Pirmasens und sein Umland aus einer ungewohnten Perspektive – Pilot Wolfgang Kadner kennt sie bestens. Und doch kann er die Begeisterung immer wieder nachvollziehen. „Danke fürs Mitfliegen“, sagt er, die typische Fliegersonnenbrille auf der Nase, als die drei Insassen aus der betagten Piper, das einstige Flaggschiff der Motorflugflotte des Aero Club Pirmasens, klettern und wieder festen Boden unter den Füßen haben. „Na, wie war es?“, fragt Martin Rothhaar seine beiden Kinder Amelie und Christopher nach der größeren Platzrunde. Die müssen freilich nicht lange überlegen: „Schäää!“ Der Papa hält das pure Glücksgefühl auf der Kamera fest. Am liebsten würde die Familie aus Thaleischweiler-Fröschen gleich noch mal zu einer zweiten Tour in ein Flugzeug klettern, doch das ist gestern kaum möglich auf der Pottschütthöhe. Zu viele Leser sind auf den kleinen Flugplatz gekommen, zu wenig Flugzeuge stehen zur Verfügung. Egon Loch vom Aero Club organisiert kurzerhand eine weitere Maschine. Er, Spaniol und Kadner starten und landen immer wieder, werden zu Busfahrern in der Luft. „Die alten Haudegen müssen es richten“, sagt Flugplatzchef Karl-Peter Gries. Dass jemand gehen muss, ohne abgehoben zu sein, kommt natürlich nicht in Frage. Gries ist stolz auf „seinen“ Flugplatz, der nur dank vieler Ehrenämtler betrieben werden kann. Das führt in nicht allzu ferner Zukunft wohl zu massiven Problemen: Der Mindestlohn. „Da habe ich über Winter was zum Nachdenken“, sagt Gries. Aber erst dann, denn der exklusive Flugtag für die RHEINPFALZ-Leser ist ein Tag der Freude bei bestem Fliegerwetter. „Ein letzter Gruß“ sagt der Zeitungs-Fotograf, grinst und drückt auf den Auslöser. Die Tür wird verriegelt, der Flieger rollt zur Startbahn, wird schneller und hebt ab. Nach einer Kehre in der Luft erstreckt sich vor der Maschine das Panorama des Pfälzerwaldes. „Hoffentlich kommen dort keine Windräder hin“, sagt Heinz Grünewald. Er muss das sagen, er ist Aktivist bei einer Pro-Wald-Initiative. Aber dort oben, bei diesem Ausblick, wo der Traum der Menschheit Wirklichkeit wird, ist man geneigt, ihm recht zu geben. (svw)

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