Rheinpfalz Mit Zweirädern fängt alles an

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Schönenberg-Kübelberg. 1954 wurde das Autohaus Sorg in Schönenberg-Kübelberg gegründet. Heute, 60 Jahre später, bietet das Familienunternehmen mit vier Beschäftigten auf rund 1000 Quadratmetern sowohl Neu-, Jahres- und Gebrauchtwagen als auch Reparaturen und Dienstleistungen an. Dabei fing alles mit Zweirädern an.

„Damals ging es rund um das Zweirad“, schildert Geschäftsführerin Karin Sorg. Ihre Schwiegereltern, Anna und Karl Sorg, hatten den Betrieb 1954 gegründet und neben der Reparatur und dem Verkauf von Zweirädern mit einer Tankstelle ihren Lebensunterhalt finanziert. „Die Tankstelle wurde bis 1976 betrieben und befand sich dort, wo heute der Verkaufsraum ist“, sagt die 56-jährige Sorg. 1957 erfolgte der Umstieg von zwei auf vier Räder. „Unter anderem wurden Fahrzeuge der Marken Fiat, Austin Rover sowie Alfa Romeo vermittelt, ehe wir in den späten 1970er Jahren bei Toyota hängenblieben“, erinnert sich Sorg. Mittlerweile verdienen vier Mitarbeiter in dem Autohaus ihren Lebensunterhalt – neben Karin Sorg arbeiten auch die 33-jährige Tochter Julia, Andreas Wulfert (seit 20 Jahren) und Samuel Dietrich (seit neun Jahren) mit. „Wir haben schon immer ausgebildet. Im Sommer kommt ein Azubi im Werkstattbereich hinzu“, wirft die 56-Jährige ein, die 1981 gemeinsam mit ihrem im September 2011 verstorbenen Mann das Unternehmen übernahm. Um auf dem hartumkämpften Markt konkurrenzfähig zu bleiben, wurde wiederholt die technische Ausstattung auf den neuesten Stand gebracht. „Das wird von uns als Vertragspartner auch verlangt“, schildert Sorg. Zudem finden in regelmäßigen Abständen unangekündigte Werkstatttests statt. Dabei werden von den Prüfern kleinere Fehler in Fahrzeuge eingebaut, die in der Werkstatt aufgespürt und behoben werden sollen. „Bei den jüngsten haben wir sehr gut abgeschnitten“, freut sich die Geschäftsführerin. Letztlich jedoch gehe es darum, dass alle Kunden das Geschäft zufrieden verlassen. 1990 entstand am gleichen Standort ein neues Firmengebäude – über die Höhe der Investitionen spricht Sorg nicht – mit einem großzügigen Verwaltungstrakt, einem 400 Quadratmeter großen Verkaufs- und Ausstellungsraum sowie einer rund 300 Quadratmeter großen Werkstatt inklusive Ersatzteillager. Die Serviceleistungen reichen von Glasreparaturen über Achsvermessungen, TÜV- und AU-Abnahmen bis hin Reparaturen und Karosseriearbeiten. „Im Ausstellungsbereich sind regelmäßig zirka 20 Fahrzeuge da“, berichtet Julia Sorg. Die günstigsten sind für rund 9000 Euro zu kaufen. „Je nach Ausstattung sind nach oben keine Grenzen gesetzt“, weiß sie. Beim Umsatz halten sich laut Sorg Werkstattbetrieb und Verkauf die Waage. „Das eine würde ohne das andere nicht gehen.“ Beim Verkauf spiele der Verbrauch der Fahrzeuge eine immer größere Rolle. „Die Nachfrage nach Hybrid-Motoren – also kombinierten Benzin- und Elektromotoren – wird immer größer“, sagt Julia Sorg, die sowohl von einer großen Stammkundschaft als auch von zahlreichen Neukunden spricht. Wohl noch in diesem Jahr steht ein erneuter Umbau des Betriebsgeländes an: Das alte, an den Bürokomplex angrenzende Gebäude wird abgerissen und eine neue Lagerhalle gebaut. „Dort soll ein Reifenhotel und Werkstattlager entstehen.“ Außerdem, schildern Julia und Karin Sorg mit glänzenden Augen, werden verschiedene Oldtimer, die Ehemann und Vater Eckert gesammelt hatte, dort abgestellt. „Wir hegen und pflegen seine Fahrzeuge.“ Am Jubiläumswochenende werden diese Autos und Motorräder – Modelle, „die Opa bereits verkauft hat“, wie Julia Sorg sagt – auf dem Firmengelände präsentiert. (hlr)

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