Rheinpfalz Mit Kunst und Kultur ins Jubiläumsjahr
Schwetzingen. Am 21. Dezember 766 ist Schwetzingen, damals als „Suezzingen“ bezeichnet, erstmals urkundlich erwähnt worden. Ab 1. Januar 2016 feiert die 22.000-Einwohner-Stadt ihr 1250-jähriges Bestehen mit einer Vielzahl von Veranstaltungen. Kunst und Kultur stehen dabei im Vordergrund: Von Instrumentalmusik, Gesang und Tanz über Fotografie bis hin zur Gartenarchitektur reicht das Angebot.
Schwetzingens Oberbürgermeister René Pöltl (parteilos) und das Projektteam für das Jubiläumsjahr haben eine fast 90-seitige Broschüre mit historischen Hintergründen, Veranstaltungsterminen und Jubiläumsartikeln schon vorgestellt. Die von der Stadtverwaltung herausgegebene Schrift ist unter www.schwetzingen2016.de zu finden. Zu den herausragenden Veranstaltungen zählt das Festkonzert der Patenstädte Schwetzingen und Wachenheim, das 2016 ebenfalls sein 1250-jähriges Bestehen feiert, am Samstag, 25. Juni, 19.30 Uhr. Der Schwetzinger Jazz-Saxofonist Knut Rössler und der Heidelberger Lautenist Johannes Vogt vom Ensemble „Between the times“ bedienen sich historischer Kompositionen, die sie umformulieren wollen. Begleitet werden sie von Sängerin Constanze Backes. Das Konzert wird nicht in Schwetzingen, sondern in Wachenheim in der Ludwigskapelle gegeben. Wiederentdeckte Werke der kurpfälzischen Hofmusik bringt das Kurpfälzische Kammerorchester mit dem Cramer-Quartett und Nikolaus Friedrich (Klarinette) als Solisten am 30. April, 15 Uhr, bei einem Festkonzert im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses zu Gehör. Am 10. September, 19 Uhr, veranstaltet „I Danzatori Palatini“, ein Ensemble für historischen Tanz, im Schloss einen „Ball durch die Jahrhunderte“. Gleich zweimal ist der Musikverein-Stadtkapelle zur Stelle: mit dem Festkonzert „Durch Zeit und Raum“ mit Werken etwa von Felix Mendelssohn Bartholdy am Sonntag, 6. März, 17 Uhr, im Lutherhaus und mit dem Schlosskonzert „Musik großer Meister“ mit Kompositionen unter anderen von Bach, Beethoven und Schostakowitsch am Samstag, 12. November, 19 Uhr, im Rokokotheater. Ebenfalls mit zwei Beiträgen ist der Schwetzinger Kammerchor „Quatro Forte“ vertreten: am Sonntag, 26. Juni, 11 Uhr, mit der „Petite messe solennelle“ von Gioachino Rossini in der Katholischen Kirche St. Pankratius und mit dem Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen des Chors am 20. November, 17 Uhr. Den Abschluss des Jubiläumsjahres gestalten die Kirchen mit einem „Weihnachtsoratorium Singalong“ am Mittwoch, 21. Dezember, 20 Uhr, in der Kirche St. Pankratius. Auch den Beginn des Festjahres gestalten die Kirchen: mit einem ökumenischen Gottesdienst am 1. Januar, 12.50 bis 14 Uhr, in der St.-Pankratius-Kirche. Höhepunkt des Jubiläums ist der Festakt der Stadt am 20. Februar, 11 Uhr, im Rokokotheater mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Hermann Schefers von der Welterbestätte Kloster Lorsch wird einen Vortrag zum „Lorscher Codex“ halten. In der Schriftensammlung aus dem 12. Jahrhundert wurde die erstmalige Erwähnung Schwetzingens am 21. Dezember 766 festgehalten. Das Motto des Jubiläums: „Schwetzingen schreibt Geschichte“. Als hochkarätig gilt die Ausstellung des Fotografen Horst Hamann vom 29. April bis 5. Juni in der Orangerie des Schlosses. Unter dem Titel „Von Suezzingen bis Schwetzingen – 1250 Jahre Geschichte“ läuft von 8. Oktober bis 21. Dezember eine Ausstellung im Museum der Stadt im Karl-Wörn-Haus; im November erscheint ein Buch zur Stadtgeschichte. Für den Schlosserlebnistag am Sonntag, 19. Juni, sind Gäste aus Schwetzingens Partnerstadt Lunéville angekündigt.