Rheinpfalz Millionen verlassen die Heimat

Der fahrende Spielmann und Sänger „Thelonis Dilldapp“ (Jürgen Thelen) trug Lieder aus dem 19. Jahrhundert vor.
Der fahrende Spielmann und Sänger »Thelonis Dilldapp« (Jürgen Thelen) trug Lieder aus dem 19. Jahrhundert vor.

Unter dem Titel „Wo die Freiheit ist, da ist mein Vaterland“ präsentierte die Friedrich-Naumann-Stiftung am Donnerstagabend in der Zehntscheune auf Burg Lichtenberg einen musikalisch-literarischen Abend.

Den musikalischen Teil gestaltete der fahrende Spielmann und Sänger „Thelonis Dilldapp“ (Jürgen Thelen) aus Mainz, der Lieder aus dem 19. Jahrhundert vortrug, als Millionen Deutsche in die USA auswanderten. Der Hamburger Wirtschaftswissenschaftler und Autor Marec Béla Steffens las Auszüge aus Büchern und Briefen von Hoffmann von Fallersleben, Friedrich Kapp sowie Karl May und vermittelte damit einen Eindruck, wie die Zeit der Auswanderung in der damaligen Literatur dargestellt wurde. Einen geschichtlichen Überblick bot Dennis Möbus von der Fernuniversität Hagen. Er berichtete, dass von 1815 bis zum Ersten Weltkrieg 55 Millionen Europäer in die USA auswanderten, davon etwa ein Zehntel Deutsche. Für die Auswanderung habe es soziale, religiöse und politische Gründe gegeben. Heute stammten 44 Millionen US-Amerikaner von Deutschen ab. Laut der stellvertretenden FDP-Kreisvorsitzenden Nadine Mayer war es die erste Veranstaltung, die die Stiftung im Landkreis ausrichtete.

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