Kultur Südpfalz Mehr vom Wasgaumaler
Es ist still geworden um den 1861 in Quirnbach geborenen Pfarrer Hermann August Maurer, der von 1887 bis 1931 in Annweiler wirkte. Damit war er der dienstälteste protestantischer Pfarrer der Pfalz. Neben seinem Dienst als Seelsorger widmete er sich der Malerei und wurde als „Wasgaumaler“ weithin bekannt. Dies bezeugen seine Ausstellungen in Städten wie München, Heidelberg, Frankfurt, Berlin, Ludwigshafen, Neustadt, Speyer und Landau. Maurers lichtdurchflutete und stimmungsvolle Bilder fanden so viele Liebhaber, dass sie von der Staffelei weg verschwanden und in Privatbesitz über ganz Deutschland verstreut sind. Drei Ölgemälde haben jetzt den Weg zurück nach Annweiler in das Museum unterm Trifels gefunden. Die Gemälde sind eine Stiftung der verstorbenen Lotte Brüstle aus Kaiserslautern. Sie beauftragte ihre Schwester, Anne Gerhardt, nach ihrem Tod die drei Gemälde dem Museum unterm Trifels zu schenken. Lotte Brüstle war die Enkelin einer Nichte von Maurers Ehefrau, einer geborenen Brion. Da das Ehepaar Maurer kinderlos war, kamen einige Bilder in den Besitz ihrer Nichte. Von dort wurden die Gemälde weitervererbt und verschönerten schließlich die Wohnung von Lotte Brüstle in Kaiserslautern. Bedingt durch die verwandtschaftliche Beziehung zu Hans Brüstle aus Annweiler, ein Onkel zweiten Grades zu ihr, gelangten die Bilder ins Museum unterm Trifels. Hans Brüstle und seine Frau Ilse, die bestens über das Interesse von Museumsleiter Hans-Joachim Kölsch an der Erweiterung der Mauerer-Sammlung informiert waren, machten sich auf den Weg nach Kaiserslautern und überreichten ihm zur großen Freude die drei Gemälde. Die Gemälde zeigen eine Wald-Wiesen-Landschaft mit der Burgruine Lindelbrunn aus dem Jahr 1924, eine unbekannte Auelandschaft, die 1909 entstanden ist sowie eine undatierte Darstellung einer Baumgruppe. Mit den besagten Bildern ist die Maurer-Sammlung des Museums auf mittlerweile 37 Gemälde angewachsen. Die drei neuen Maurer-Bilder können ab sofort im Museum bewundert werden.