Rheinpfalz Meeresvögel: Noch einer vom Winde verweht
Nach der Dreizehenmöwe im Kaiserslauterer Stadtgebiet haben die Starkwinde der vergangenen Tage offensichtlich einen weiteren Meeresvogel in die Westpfalz „geweht“. Durch Zufall flog ein Triel − ein Watvogel aus dem Mittelmeerraum − dem Naturfotografen Alexander Weis vor die Kamera.
Dass es sich bei dem etwa hühnergroßen, braunen Vogel mit schwarzweißer Flügelbinde tatsächlich um einen Triel handelt, war beim Blick durch die Kameralinse klar. Weis kennt den Triel. Er hat ihn mehrfach auf Mallorca fotografiert − und nun also auch in der Nähe von Hütschenhausen. „Ein Ding der Unmöglichkeit“, war die erste Reaktion von Alfred Klein, dem Vogelmann im Naturschutzbund Weilerbach. Die nächsten mitteleuropäischen Brutgebiete liegen laut Klein in Elsass-Lothringen. Seit 2011 gibt es Einzelpaare in der südbadischen Oberrheinebene. Normalerweise bevorzugt der Triel ein Brutgebiet mit den Schotterbänken der Flüsse und hält sich normalerweise derzeit im Mittelmeerraum auf. (thea)