Rheinpfalz Mädchen verirren sich im Wald
Helle Aufregung herrschte in der Nacht zum Donnerstag: Im Wald bei Merzalben hatten sich zwei Mädchen aus dem Dorf beim Gassigehen mit ihren Hunden verirrt. Das löste einen größeren Polizei- und Feuerwehreinsatz samt Hubschraubersuche aus, der bis gegen 3 Uhr am Morgen dauerte. Die Jugendlichen wurden schließlich vom Bruder eines der Mädchen gefunden.
Kurz nach 20 Uhr waren die beiden Mädchen, 14 und 15 Jahre alt, mit ihren Vierbeinern von Merzalben aus aufgebrochen. „Sie haben sich dann im Wald total verfranzt und in der hereinbrechenden Dunkelheit die Orientierung verloren“, berichtete gestern Andreas Kohler, Leiter der Polizeiinspektion Waldfischbach-Burgalben. Per Notruf wurde die Polizei von der misslichen Lage informiert. Die Suchaktion im Waldgebiet bei Merzalben lief an, zunächst mit einem Streifenwagen aus Waldfischbach. Als die Suche erfolglos blieb, wurde eine Handy-Ortung vorgenommen, mit deren Hilfe der inzwischen angeforderte Polizeihubschrauber in die Nähe der Vermissten gelotst wurde. Dort kamen die Beamten am Boden durch Rufen mit den Mädchen in Kontakt. Mit starken Scheinwerfern leuchtete der Helikopter das nun eingegrenzte Gebiet aus, das nur einen Kilometer von Merzalben entfernt, unterhalb der Burgruine Gräfenstein Richtung Zieglertal, lag. Polizisten und die inzwischen verständigten Angehörigen versuchten, sich einen gefahrlosen Weg zu den Vermissten zu bahnen. Der Bruder eines der Mädchen drang als Erster zu ihnen vor und verständigte die Feuerwehr, deren Hilfe aber letztlich nicht mehr benötigt wurde, da die Gruppe eigenständig zurückfinden konnte, so der Münchweilerer Wehrführer Heiko Helfrich. Im Einsatz waren 15 Kräfte der Feuerwehren Münchweiler und Rodalben mit je zwei Fahrzeugen sowie die Polizei mit drei Mann im Hubschrauber und zwei am Boden. Insgesamt waren also 20 Einsatzkräfte sowie die Angehörigen der Vermissten an der Suchaktion beteiligt. |mt