Rheinpfalz leserbriefe:

Mit großer Freude lesen wir, dass nun, nach gefühlt ewiger Bauzeit, ein weiteres Stück Bundesstraße zwischen Balkan und Großbritannien vierspurig ausgebaut ist. Aber Achtung: Bis zur Öffnung des anschließenden Streckenabschnitts bei Hinterweidenthal wird das Chaos ab 30. Oktober noch größer werden als bisher. Denn wie erfolgt die Anbindung der neuen Strecke an die bestehende Trasse? Durch mehrere Kreisel und Rampen, die als Zubringer gedacht, aber nicht für die Massen des Durchgangsverkehrs ausgelegt sind. Momentan rasen die Lkw mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Baustellenverschwenkungen, was zwar verboten ist, aber dem Verkehrsfluss dient. Ab November wird sich gerade der Schwerverkehr aus Richtung Landau nach der Ampel noch durch zwei Kreisel und eine Auffahrt quälen müssen – maximal mit Schrittgeschwindigkeit wohlgemerkt! Aus Richtung Pirmasens wird es nur ein Kreisel sein, der zu durchfahren ist; dafür bleibt dort das Problem der Zusammenführung auf eine Fahrspur. Der aktuelle Staupunkt Walmersbach wird also nur ein Stück Richtung Hinterweidenthal verlagert. Aber alles kein Problem! Es dauert ja nur noch vielleicht eineinhalb Jahre, bis alles fertig ist. Das sind durchschnittlich 370 Arbeitstage; das sind bei täglicher Hin- und Rückfahrt nur noch 740-mal im Stau stehen. Das B-10-Teilstück „Walmersbach“ ist also fertig und wird vom Landesbetrieb Mobilität in Speyer ordnungsgemäß freigegeben. Ihr Kommentator hätte aber viel lieber über missbräuchliche Verzögerung wegen Wahlkampf geschrieben, wie man liest! So kann man auch mit einem „Nicht-Ereignis“ journalistisch Stimmung machen.