Rheinpfalz Lehrer und Kinderfahrräder gesucht

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500 Flüchtlinge leben in der Erstaufnahmeeinrichtung im Terminal des Zweibrücker Flughafens. Weil das Recht auf Asyl im Grundgesetz festgeschrieben ist, organisiert Rheinland-Pfalz die professionelle Hilfe. Aus religiösen und ethischen Gründen bieten Privatleute in großer Zahl ihre Hilfe für die in Not geratenen Menschen an. Auch die ehrenamtliche Unterstützung soll sinnvoll eingesetzt werden.

Im Auftrag des Landes betreut das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Erstaufnahmeeinrichtung am Flughafen. „Wir sind dort mit bis zu 30 Kräften im Einsatz“, sagte Hans Prager, stellvertretender Vorsitzender des DRK Zweibrücken. Neben den hauptberuflichen Mitarbeitern der Hilfsorganisation seien auch ehrenamtliche Helfer für das Wohl der Flüchtlinge im Einsatz. „Die Freiwilligen sortieren Kleidung und reparieren Kinderspielsachen“, so Prager. Nach zwei Wochen habe sich die Lage in der Einrichtung normalisiert, berichtet Prager. Mittlerweile könnten die DRK-Mitarbeiter sogar freie Stunden und Tage genießen. Prager begrüßt ausdrücklich die Hilfsbereitschaft der Zweibrücker Bevölkerung. Allerdings erscheint nicht jedes Hilfsangebot aus Sicht des DRK zu jeder Zeit sinnvoll. Allgemein sei die Idee, wie sie RHEINPFALZ-Leser Peter Kragl aus Contwig unterbreitete, gut. Zur aktuellen Situation der Flüchtlinge in der ehemaligen Abflughalle passe Kragls Vorschlag allerdings nicht. Peter Kragl erklärte sich bereit, eine Mutter mit Kind oder ein allein geflohenes Kind tagsüber bei sich aufzunehmen und Ausflüge ins Schwimmbad und den Rosengarten zu machen. „Damit die Menschen etwas anderes zu sehen bekommen als Tüten und Koffer“, so Kragl. Dagegen wendet Hans Prager ein, dass die versicherungstechnische Absicherung der Hilfe außerhalb der Unterkunft nicht geklärt sei. Stärker jedoch sprächen psychologische Gründe gegen den zeitweiligen Aufenthalt bei Privatleuten. „Wir wollen vermeiden, dass enge Bindungen aufgebaut werden“, so Prager. Den nicht selten durch Krieg traumatisierten Menschen soll ein erneuter Abschied erspart bleiben: „Die Leute müssen nach wenigen Wochen wieder weg.“ Der stellvertretende DRK-Vorsitzende verwies darauf, dass die Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung nach ihrer Registrierung bis zum Abschluss des Asylverfahrens auf die Städte und Gemeinden verteilt werden. Erst wenn die Flüchtlinge an einem festen Ort leben, sei eine Patenschaft möglich und begrüßenswert. Ansprechpartner für Flüchtlingspatenschaften sind die Kommunen, in Zweibrücken der Integrationsbeirat. In der Erstaufnahmeeinrichtung werden zurzeit Ehrenamtliche gesucht, die kontinuierlich Sprachunterricht geben wollen. „Am besten täglich ein bis zwei Stunden und für alle Altersgruppen“, sagte Prager. An Sachspenden brauche die Erstaufnahmeeinrichtung zurzeit vor allem Kinderfahrräder und Bobbycars. Unter den Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Somalia und weiteren Ländern sind rund 100 Kinder. Das DRK bittet Hilfs- und Spendenwillige, von Telefonanrufen abzusehen, um die Mitarbeiter zu entlasten, und sich per E-Mail an das DRK zu wenden. (wrt) Adresse für Hilfswillige DRK: E-Mail: fluechtlingshilfe@kv-swp.drk.de (wrt)

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