Rheinpfalz Kommentar: Flopgefahr

Der FCK braucht Verstärkungen, um in der Zweiten Fußball-Bundesliga voranzukommen. Im Sommer wurden zielführende Entscheidungen verschlafen.
Es war falsch, mit einer Wischi-Waschi-Zielsetzung in die Saison zu starten! „Wenn wir am 30. Spieltag wieder so stehen wie letzte Saison, wird die Mannschaft die Fehler nicht mehr machen, die sie gemacht hat“, orakelte Vorstandschef Stefan Kuntz nach dem auf der Zielgeraden mutlos vergeigten Bundesliga-Aufstieg des 1. FC Kaiserslautern. Zwischen den Zeilen konnte man lesen: Wir wollen aufsteigen. Beim erneuten Umbruch hat die Mannschaft Qualität verloren. Deshalb wäre es ehrlich gewesen, ein Aufbaujahr auszurufen und in Ruhe eine Mannschaft für eine bessere Zukunft aufzubauen. Oder zielgerichtet einzukaufen. Zum Handicap wurde offenbar der, durch den vieles besser werden sollte: Markus Schupp. Vor einem Jahr noch hatte Aufsichtsratschef Dieter Rombach den Sportdirektor zum „besten Einkauf 2014“ aufgeblasen. Nun gilt Schupp als gescheitert, ist längst Geschichte, der Kader eine Baustelle, auch weil der Manager seine Hausaufgaben schlecht machte. 1,7 Millionen Euro standen im August zur Verfügung, um die Abschlussmisere zu lösen. Blindwütig wurde dann kurz vor Toresschluss eine halbe Million für Piossek und Pich verbraten, um dann kleinmütig zu erklären, dass beide Zeit bräuchten. Die junge Mannschaft enttäuschte nach den Siegen in Leipzig und Fürth daheim. Was auch daran lag, dass die Innenverteidiger Orban und Heintz nicht so gut ersetzt werden, wie das Vucur, Mockenhaupt und Heubach können müssten. In der Winterpause soll – mal wieder – nachgebessert werden. Da aber ist die Gefahr, Flops zu landen, am größten. Was der FCK in den letzten Jahren nachhaltig bewiesen hat.
