Rheinpfalz Kanalsanierung ab Anfang 2018

Die Reifenberger Ortsdurchfahrt wird nächstes Jahr ausgebaut. Das hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) erklärt. Ob es nur eine neue Deckschicht gibt, oder ob ein Vollausbau notwendig ist, bei dem der Straßenaufbau erneuert wird, dazu gibt es noch keine Informationen. Klar ist, dass der Kanal saniert werden muss. Der Werksausschuss der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben stimmte am Donnerstag zu, die Ausschreibung dafür zu erstellen.
Es habe mehrere Abstimmungstermine mit dem LBM gegeben, erläuterte Karl-Peter Wolter von der HWB Concept GmbH, die in der früheren Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen für die Sanierung des Kanalnetzes zuständig ist. Bei der Ausschreibung werde darauf geachtet, dass dort, wo es möglich ist, eine Gemeinschaftsmaßnahme mit dem LBM gemacht wird. Das wird dort der Fall sein, wo Leitungen in offener Bauweise saniert werden, also aufgegraben werden muss. Wegen des anstehenden Ausbaus der Ortsdurchfahrt wird der Kanal nicht abschnittsweise saniert, sondern komplett. Betroffen sind in der Hauptstraße und Zweibrücker Straße 16 Haltungen beim Hauptkanal (die Verbindungen zwischen zwei Schächten heißen Haltung). Das macht 710 Meter Hauptkanal. Dazu kommen 61 Hausanschlussleitungen, die es zusammen auf 403 Meter Kanal bringen, und 21 Sinkkastenleitungen. Alle Kanäle, der Hauptkanal wie die Hausanschlüsse bis an die privaten Grundstücksgrenzen, weisen erhebliche Schäden auf. Brüche, Risse, manches Kanalrohr ist im Prinzip nicht mehr existent, Rostschäden und vieles mehr zeigten die Bilder. Unter anderem sei zu vermuten, dass früher über den Kanal, der aus den 1960er Jahren stammt, auch schon mal Gülle entsorgt wurde. Das sei nicht untypisch für Kanäle in landwirtschaftlich und ländlich geprägten Regionen, sagte Wolter. Bereits Anfang nächsten Jahres soll die Kanalsanierung beginnen. Die ist beim Hauptkanal mit sogenannten Schlauchlinern möglich. Es muss also nicht aufgegraben werden. Im Zuge dieser Arbeiten wird die Sanierung der Hausanschlüsse – dazu muss aufgegraben werden – schon vorbereitet. Die 33 Hausanschlüsse werden saniert, wenn der Straßenausbau erfolgt. Die Synergieeffekte beim Graben werden genutzt. Wie groß die finanziell sind, wird sich erst zeigen, wenn feststeht, ob die Straße einen Vollausbau erhält, der LBM also tief runtergraben muss, um die Straße neu aufzubauen, oder nur die Deckschicht erneuert. HWB ist bei der Kostenschätzung mal vom teuersten Fall für die Verbandsgemeinde ausgegangen. Der würde eintreten, wenn nur die Deckschicht erneuert wird. Alle Grabungsarbeiten darunter müssten dann die Werke zahlen. In diesem Fall wäre mit Kosten von 418.000 Euro zu rechnen. Treffe der LBM die Entscheidung Vollausbau, verringern sich für die Werke die Kosten für Erdarbeiten. Etwa sechs bis acht Wochen Arbeitszeit seien für den ersten Sanierungsschritt zu kalkulieren, sagte Wolter. Die Arbeiten wären erledigt, falls der LBM im Frühjahr mit dem Ausbau beginnen wolle. In Höheischweiler laufen bereits Arbeiten, um in der Hauptstraße den Hauptkanal zu sanieren. Im Oktober werden sie fortgesetzt, teilte der stellvertretende Werkleiter Steffen Martin dem Ausschuss mit. Kommende Woche stehe für die Einrichtungen des Wasserwerks die Wasserschau durch das Gesundheitsamt an. Das überprüft dann alle Einrichtungen, die mit dem Wasserwerk zu tun haben.