Rheinpfalz Kampf zahlt sich aus
Wenn es um solche Summen geht, kommt der Staatssekretär persönlich: Randolf Stich hat gestern im Rohbau des Wappensaals den Bewilligungsbescheid des Ministeriums des Innern und für Sport über 1,78 Millionen Euro für die Innensanierung des Veldenz-Schlosses an Bürgermeister Heinrich Steinhauer übergeben. Dieser Betrag wird 80 Prozent der Baukosten abdecken und verteilt sich in Raten auf fünf Jahre.
erläuterte, dass der Betrag der fünfthöchste im ganzen Land sei bei der Förderung des Städtebaus. Der Rechnungshof prüfe die Vergabe solcher Mittel besonders intensiv, um zu verhindern, dass in danach ungenutzte Objekte investiert werde. Für Steinhauer war dieser Besuch ein historischer Moment; denn nun könne diesen Räumen das Aussehen wieder zuteil werden, das ihnen nach ihrer historischen Bedeutung gebühre. Von hier aus sei im Jahr 1815 Marschall Blücher in die Schlacht bei Waterloo aufgebrochen, Bayerns Märchenkönig Ludwig II. habe die Grafen von Veldenz unter seinen Vorfahren. Er dankte namentlich allen, die hartnäckig daran gearbeitet hätten, die anfänglichen Bedenken des Rechnungshofes zur Zukunft des Schlosses auszuräumen. Das Geld sollten auch für die Sanierung des mit Planen verhüllten Giebels verwendet werden. Landrat Winfried Hirschberger betonte die Wichtigkeit der Zuwendung für den besonders strukturschwachen Nordteil des Kreises Kusel, dessen Wirtschaft zwar inzwischen wachse und der damit nun sein historisch bedeutsames Zentrum stärken werde. In dieser ehemaligen Adels-Residenz würden mit dem Jobcenter künftig Dienste für die Bürger angeboten. Landtagsabgeordneter Jochen Hartloff zeigte sich zufrieden mit dem „Ergebnis intensiver Bemühungen“ um die nun erteilte Bewilligung. Verbandsbürgermeister Egbert Jung informierte darüber, dass die Stadtsanierung Lauterecken in 25 Jahren mit mehr als sechs Millionen Euro gefördert worden und dass diese Bewilligung ihr Höhepunkt sei. Peter Jakob (FDP) war auch froh über das Ereignis, wollte aber auch andere bauliche Problemfälle nicht vergessen. Helmut Steinhauer lobte im Namen der Volksbank Lauterecken den Stadtrat für den Ankauf des Schlosses aus Privatbesitz und für „die richtige Entscheidung“, dessen Fassaden zuerst instand zu setzen. Erster Stadtbeigeordneter Günter Lüers erinnerte an die Schweigemärsche der Bürger zugunsten des Fortgangs der Schlosssanierung (wir berichteten) und berichtete, dass die Stiftung zur Ausstattung der neuen Räume bereits Exponate für 70.000 Euro gekauft habe. (hjse)