Bornheim RHEINPFALZ Plus Artikel Jungautorin Isabell Gebhardt veröffentlicht einen Liebesroman

Isabell Gebhardt
Isabell Gebhardt

Wer auf der Suche nach einer modernen, witzigen Liebesgeschichte ist, könnte bei „Feuer fängt mit Funken an“ fündig werden. „Ich will einfach Liebesgeschichten schreiben die Menschen fröhlich machen“, sagt Isabell Gebhardt. Die in Bornheim bei Landau aufgewachsene Autorin hat unter dem Namen Isobelle Heart bei Piper ihr erstes Buch veröffentlicht.

Ihre ersten literarischen Fingerübungen hat Isabell Gebhardt als Kind gemacht. Ihre Weihnachtsgeschenke für Eltern und Freunde waren eigene Gedichte. Das Lieblingsfach in der Schule? Deutsch. „Meine Aufsätze waren immer die längsten“, erinnert sich die 1997 geborene Autorin. Wie viele andere begann sie später, mit 18, ihre Geschichten auf Internetplattformen zu veröffentlichen, und freute sich, dass immer mehr Menschen sie lesen wollten. Ihren Verlag fand sie über einen Wettbewerb während des ersten Lockdowns 2020. Zwar gewann sie da nicht den ersten Preis, aber etwas viel Wichtigeres: einen Vertrag.

Hier hat sie die Geschichte von Jamie veröffentlicht. Ihre Protagonistin, die zur Hälfte Schottin ist, fürchtet schon, mit Mitte 20 als Langzeitsingle zu enden. Doch dann lernt sie den Vater ihrer Nachhilfeschülerin kennen, und es zündet sofort. Natürlich gibt es das eine oder andere Hindernis, von Selbstzweifeln bis zu gut aussehenden Patentanten, aber das Happy End kann nicht ausbleiben.

Sie studiert derzeit Germanistik in Köln

Ihre Erfinderin versucht gerade, ihre Studentenbude in Köln in einen grünen Dschungel aus Zimmerpflanzen zu verwandeln und ihre Bachelorarbeit über die „Elektra“ von Hugo von Hofmannsthal fertig zu schreiben. Ihre WG besteht aus ihrer Katze und der Mitbewohnerin, die ebenfalls Germanistik studiert und Lektorin werden möchte. Isabell Gebhardt will nach dem Bachelorabschluss weiter studieren, „Kreatives Schreiben“, und danach eventuell eine Ausbildung in einem großen Verlag machen. Es sei schwer, vom Schreiben allein zu leben, sagt sie als ganz praktisch denkende Pfälzerin.

„Viele Menschen glauben, es sei einfach, sich eine Liebesgeschichte auszudenken und ein Buch zu schreiben. Aber man braucht viel Disziplin und Motivation – und Kaffee“, erzählt die junge Autorin. Von der Idee bis zum Buch ist es ein weiter Weg. „Man arbeitet effizienter, wenn man für die Geschichte bestimmte Rahmenpunkte setzt. Aber erst beim Schreiben merkt man, was funktioniert und was nicht. Und manchmal wollen die Figuren einfach etwas anderes.“ Isabell Gebhardt schreibt am liebsten nachts, wenn alles ruhig ist. „Dann kann ich mich völlig auf die Story einlassen.“

Inzwischen auch Fantasy-Buch verkauft

Inzwischen hat sie einen weiteren Erfolg zu vermelden: Storytel, ein Anbieter für Hörbücher und E-Books, hat ihren Fantasy-Erstling „Sturmsaat“ gekauft. „Es ist düsterer und länger als „Feuer fängt mit Funken an“, sagt Gebhardt. Im November kommt „Sturmsaat“ heraus, und sie arbeitet schon an der Fortsetzung. Auch von ihrem Liebesroman werde es einen zweiten Teil geben.

Sie selbst liebt als Leserin besonders die Outlander-Reihe von Diana Gabaldon und die Fantasyreihe von Leigh Bardugo. Dass ihre Lieblingssportart derzeit zu kurz kommt, liegt aber nicht am Schreiben, sondern an Corona. In Karlsruhe, wo sie zuvor studierte und ihr Freund immer noch wohnt, hat sie die israelische Selbstverteidigung Krav Maga für sich entdeckt. Wenn sie abends auf dem Heimweg in Karlsruhe ein merkwürdiges Gefühl beschlichen hat, habe sie sich geärgert, sich nicht selbst verteidigen zu können. „Ich kann mich im Kampfsport auspowern. Außerdem vermittelt es einem ein gutes Körpergefühl und Selbstbewusstsein“, erklärt Gebhardt. Ihr Freund hat den schwarzen Gürtel in Judo.

Bis zum geplanten Inspirationsurlaub in Schottland entspannt sie sich beim Musikhören, Spazierengehen, Lesen und Kochen. Gern besucht sie ihre Eltern in Bornheim. „Ich liebe die Pfalz. Es gibt kein besseres Gefühl, als heimzufahren und die Weinberge zu sehen.“

Lesezeichen

Isobelle Heart: „Feuer fängt mit Funken an“, 2021 Piper-Verlag, München, 336 Seiten, ISBN 978-3-492-50446-1, 16 Euro.

Das Cover des Liebesromans
Das Cover des Liebesromans
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