Rheinpfalz Infos rund um Müll bald online

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Tonnen abbestellen, Abfuhrtermine einsehen, Erinnerungen die Mülleimer rauszustellen – das alles will der Landkreis Südwestpfalz ab 2016 via Internet und App anbieten. Die Abfallwirtschaft soll damit deutlich bürgerfreundlicher werden. Im ersten Jahr lässt sich der Kreis das laut Pressemeldung 30.000 Euro kosten.

Einstimmig beschlossen hat der Kreistag die Anschaffung von vier Zusatzmodulen für die EDV des Abfallwirtschaftsverfahrens bei seiner Sitzung Ende Juni im nichtöffentlichen Teil. Vorausgegangen waren dem Beschluss Anträge der CDU- und der SPD-Fraktion in der Kreistagssitzung im März, eine bürgerfreundliche Informationsplattform zur Abfallwirtschaft anzubieten (wir berichteten). In einem ersten Schritt wurden nun bei der Firma, die die Software für das neue Abfallwirtschaftsverfahren des Kreises geliefert hat, die vier Module in Auftrag gegeben. Die einmaligen und jährlichen Lizenzkosten belaufen sich auf 30.000 Euro. Die werden laut Kreissprecherin Ulla Eder wohl noch 2015 fällig. Hinzu kommen Dienstleistungen, deren Höhe bisher noch nicht beziffert werden kann. Dahinter verstecken sich Kosten, die anfallen, um die Programme speziell auf den Landkreis Südwestpfalz abzustimmen. In den Folgejahren fallen dann nur noch jährliche Lizenz- und Supportkosten an. In einem zweiten Schritt sollen die von der SPD zusätzlich geforderten Informationen in Papierform geprüft werden. Bisher gibt es bereits den Abfallkalender, der 2015 wegen der Umstellung des Abfallkonzeptes umfangreicher ausgefallen ist. Nun gelte es, zu prüfen, was man an zusätzlichen Informationen anbieten könne und was das koste, sagt Eder. Dann entscheide der Kreistag darüber. Folgende Funktionen umfassen die vier bestellten Zusatzmodule: •Der Abfuhrkalender online bietet die Möglichkeit, die Abfuhrtermine im Internet je Straße und Abfallart (Restmüll, Biomüll, Papier) anzuzeigen, als Datei herunterzuladen und auszudrucken. Eine Abfrage, wie oft der einzelne Haushalt die Restmülltonne schon zur Leerung rausgestellt hat, war bereits Bestandteil des ursprünglichen Auftrages. Zwar seien die neuen Online-Angebote nun bestellt worden, bis die Bürger sie nutzen können, dauert es allerdings voraussichtlich noch bis 2016. Bis dahin müssen notwendige Daten, die sich speziell auf den Landkreis beziehen, eingepflegt und getestet sowie die Software an die Verhältnisse des Kreises angepasst werden. (red)

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