Rheinpfalz „Im nächsten Jahr sehen wir uns wieder“
„Halt Dich fit, wandere mit.“ Unter diesem Motto stand die diesjährige Erfweiler Wanderwoche, die am vergangenen Donnerstag zu Ende ging. Wanderer aus der ganzen Republik strömten wieder in die idyllisch gelegene Gemeinde im Herzen des Wasgaus. Der Bus für die Wandertouren nach Bitche und in den Bienwald war bereits frühzeitig ausgebucht.
Die Eröffnung der Wanderwoche mit einem gemeinsamen Abendessen im „Jägerhof“ war für die zahlreichen auswärtigen Gäste ein herzliches Wiedersehen mit alten Wanderfreunden. Seit vielen Jahren kommen sie unter anderem aus Aichtal, Köln, Künzelsau, Villingendorf, Winnenden und sie bringen neue Gäste mit. Die waren von der herzlichen Aufnahme im Kreis der Wanderer so begeistert, dass sie sich am Ende der Wanderwoche entschieden, Mitglied beim Pfälzerwald-Verein Erfweiler zu werden. In diesem Jahr ging es zuerst nach Frankreich auf die Festung der Stadt Bitche und in den „Jardin de paix“. Beeindruckend war für die Teilnehmer die Präsentation des Festungsbaus, multimedial wie real und die Einbettung in die schwierige deutsch-französische Vergangenheit. Gewandert wurde an diesem Tag auch noch. Es ging vom Steinbachpass zur Burgruine Wasigenstein und dann nach Wengelsbach. Zur Halbtagswanderung am Montag kamen 83 Wanderer, von der Heinrich-Kimmle-Stiftung in Pirmasens waren zwölf Teilnehmer dabei. Für sie diente die Wanderung als Training für die Teilnahme am Wanderpokal. „Das war der absolute Teilnehmerrekord bei einer Wanderung“, so Werner Langenberger der Ortsvereinsvorsitzende des PWV. Die Wanderung endete traditionell am Köhlerplatz, wo der Vorsitzenden des Verkehrsvereins, Raimar Wilke, alle Teilnehmer begrüßte. Der Verkehrsverein ist offizieller Veranstalter der Wanderwoche. Die Organisation und Durchführung liegt aber beim PWV. Blieben die Wanderer an den ersten beiden Tagen noch trocken, sorgte ein kräftiger Regenguss am Dienstag dafür, dass alle diejenigen patschnass wurden, die keinen Regenschirm dabei hatten. Die Wanderung führte vom Busenberger Hexenplätzel rund um den Eichelberg, dann hinüber zum jüdischen Friedhof, am Weißensteinerhof vorbei, hinunter ins Tal Richtung Sandbühlerhof. Dort begann es zu regnen. Aber es war nicht mehr weit zur Wasgauschäferei Keller. Ein kurzer steiler Anstieg, alle verschwanden im vorgeheizten Zelt und nach kurzer Zeit war man wieder trocken. Die Mannschaft von Michael Keller wartete bereits auf die Wanderer und mit Lamm- und Schweine-Rebknorzen wurden die hungrigen Mägen gefüllt. Die Bustour am Mittwoch führte in den Bienwald. Gewandert wurde von Schaidt zur Bismarckeiche und zum „Jacobshäuschen“. Dieses diente ursprünglich im 19. Jahrhundert dem Waldhüter als Schutzhütte. Es blieb wie auch am nächsten Tag trocken. Den Wandertag ließen die Teilnehmer dann im Weingut Geiger in Dierbach ausklingen. Die letzte Wanderung führte am Donnerstag vom Parkplatz Eyberg um den Kleinen Eyberg zum Hundel und zur Schönen Aussicht. Es war eine kleine und ruhige Wanderung, da die Teilnehmer noch Kraft und Ausdauer für den Abend brauchten. Denn dann traf die Gruppe sich im Dorfgemeinschaftshaus zum gemeinsamen Abschluss einer erfolgreichen Wanderwoche. Und wie hieß es dort? „Im nächsten Jahr sehen wir uns bei der Wanderwoche wieder.“