Rheinpfalz Im Idealfall geht’s dieses Jahr los
Der Mühlenwanderweg zwischen der Faustermühle und Wallhalben, der derzeit überwiegend als Wanderweg genutzt wird, soll mit einer wassergebundenen Deckschicht zum attraktiven Rad- und Wandweg ausgebaut werden. Diese Idee ist älter als die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben selbst. In die konkrete Planungsphase ging es 2016. 2017 klappte es mit der angestrebten Umsetzung noch nicht. Im gerade begonnenen Jahr wird der Mühlenwanderweg die Verbandsgemeinde jedoch wieder intensiv beschäftigen.
Zuletzt hatten sich die Gremien der Verbandsgemeinde öffentlich nicht mehr mit dem Ausbau des etwa acht Kilometer langen Weges beschäftigt. An dem Projekt wurde aber dennoch gearbeitet. Dass es ein langwieriges Projekt werden wird, weil einige dicke Bretter zu bohren sein werden, darauf hatte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (CDU) mehrfach hingewiesen, unter anderem beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde im Januar 2017. Wichtige Etappenziele auf dem Weg zum endgültigen Ausbau sind erreicht oder sollen Anfang 2018 erreicht werden. „Das Thema wird die Verbandsgemeinde früh im Jahr 2018 intensiver beschäftigen“, meint Peifer. Der Weg ist vermessen, der Plan, die wasserrechtliche Genehmigung für den Ausbau zu bekommen, ist eingereicht. Die wasserrechtliche Genehmigung ist die Voraussetzung dafür, dass das Land den Ausbau des Radweges bezuschusst. Die Gesamtkosten sind mit 1,1 Millionen Euro veranschlagt. Das Land hat signalisiert, dass die in Aussicht gestellte Förderung von 85 Prozent für die zuschussfähigen Kosten kommen wird. Bei dem Weg handelt es sich um einen Forstweg, den die Verbandsgemeinde als Wander- und Radweg nutzt. Deshalb muss mit dem Forst eine Vereinbarung getroffen werden. Auch der Entwurf für diese Vereinbarung ist bereits fertiggestellt. „Damit werden sich die Fraktionen im Januar oder Februar befassen“, kündigt Peifer an. Am Thema notwendige Grunddienstbarkeiten – der Weg tangiert forstliche, gemeindliche und private Grundstücke – wird gearbeitet. Das wird 2018 ein weiterer Arbeitsschwerpunkt sein, damit aus der Idee des ausgebauten Rad- und Wanderweges tatsächlich Realität wird. Der Weg soll mittels einer geohydraulischen Tragschicht befestigt werden. Das bedeutet, die verschlammte Oberschicht des Weges, die darunter liegende Grasnarbe und die Humusschicht werden abgetragen. Es wird etwa 40 Zentimeter tief gefräst und dabei Zement eingebracht. Der Zement vermischt sich mit dem Fräsgut zu einer Schicht, auf die ein Splittgemisch kommt, das sich beim Verdichten mit der hydraulisch gebundenen Schicht verbindet. Asphaltieren ist aus Naturschutzgründen nicht erlaubt. Ausgebaut wird der Radweg auf der Trasse des aktuellen Wanderweges, der teils in schlechtem Zustand ist, weil sich vor allem in den Senken immer wieder Wasser sammelt. Der Plan, den der Verbandsgemeinderat im Dezember 2016 verabschiedete, sieht vor, dass auf einer Breite von 3,50 Metern ausgebaut wird, dass es neben dem Weg entsprechende Entwässerungsrinnen gibt, um die Wassermengen vom Weg wegzubringen. Die Ausbaubreite ist eine Forderung des Forstes, der den Weg auch künftig für forstliche Arbeiten nutzen will.