Rheinpfalz Illegale Abkürzer im Visier

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Der Fahrradweg zwischen Dittweiler und Dunzweiler wird künftig verstärkt überwacht. Denn er wird offenbar in nicht geringem Maße von Autos und Motorrollern genutzt, um einen größeren Umweg zu sparen. Das jedoch ist in den Augen von Dittweilers Ortsbürgermeister Winfried Cloß nicht nur rechtswidrig, sondern auch gefährlich. Er bittet die Bürger um Mithilfe bei der Überwachung.

Während der vergangenen Sitzung des Ortsgemeinderates hatte Cloß über „die untragbaren Zustände am Fahrradweg Dittweiler nach Dunzweiler“ informiert. Immer wieder benutzten Autos rechtswidrig diesen Weg, um abzukürzen; teilweise seien es bis zu 50 Fahrzeuge am Tag. Dies stelle aber eine große Gefahrenquelle für die Anlieger, speziell Kinder dar. Auch die Kinder des Kindergartens gingen oft dort am Wald spazieren. Die Anlieger wandten sich inzwischen mit einer Unterschriftensammlung an den Gemeinderat, um diesen aufzufordern, dabei mitzuhelfen, diese untragbaren Zustände zu beheben. Denn sie haben die Befürchtung, dass einmal etwas passieren könne. Doch wenn das Kind in den Brunnen gefallen sei, sprich: sich ein Unfall ereignet habe, dann werde es ein großes Geschrei geben, warum nichts getan worden sei. Wie Cloß im Gespräch mit der RHEINPFALZ erklärte, fahren auch Bürger aus Dittweiler nach Dunzweiler und natürlich umgekehrt. Viele Ortsfremde wie auch Paketdienste und Lieferwagen benutzten den seit den 90er Jahren geteerten, gut ausgebauten, aber eigentlichen Feldweg. Damit werde ein Umweg von etwa zehn Kilometern Länge über Schönenberg-Kübelberg gespart. Dieser Weg sei aber nur für land- und forstwirtschaftliche Zwecke und als Fahrradweg vorgesehen. Die Verbindung zwischen den beiden Orten sollte bereits in den 80er Jahren als Kreisstraße ausgebaut werden, was aber bis dato nicht geschehen ist. Mehrere Maßnahmen seien gescheitert, das illegale Fahren zu verhindern – wie beispielsweise eine Schranke, die „kaputt gefahren wurde“, oder auch Findlingen, die einfach beiseite geräumt worden seien. Cloß ärgerte sich auch über Vespafahrer, die mit 60 bis 70 Stundenkilometern über den Weg brettern und sich nicht der Gefahr bewusst seien, dass hier Kinder oder Eltern mit Kinderwagen unterwegs sein könnten. „Mittlerweile hat sich die Situation so hochgeschaukelt, dass es für mich oberste Priorität ist, hier einzugreifen“, betont Cloß. In der Gemeinderatsitzung erwähnte er, dass er mit dem Ordnungsamt und Polizei gesprochen hat und künftig jeder Bürger, der ein Auto durchfahren sieht, das Kennzeichen aufschreiben und ihm mitteilen soll. Er will sie dann an die Polizei weitergeben. Cloß appelliert an die Bürger, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Wie Willi Esser von der Polizeiwache Schönenberg-Kübelberg der RHEINPFALZ mitteilte, kostet die Durchfahrt, so jemand erwischt wird, mindestens 15 Euro Verwarnungsgeld. Gefährdet der Fahrer beispielsweise Fußgänger, wird’s teurer. Die Polizei, betonte Esser, werde an dem nämlichen Weg künftig Kontrollen durchführen; aber auch an anderen Verbindungsstraßen, die ebenfalls für Kraftfahrzeuge gesperrt sind und deren Nutzung bekannt ist. Cloß erwähnte, dass die Gemeinde nun zwei neue Pfosten setzt, um die Durchfahrt zu verhindern. Wie den Grundstücksbesitzern die Nutzung ermöglicht wird, das ist noch nicht geklärt. Möglicherweise sollen sie Leihschlüssel erhalten. Keinesfalls jedoch dürfen laut Cloß zu viele Schlüssel im Umlauf sein.

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