Rheinpfalz Horst Weidler übernimmt

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Die Freie Wählergruppe Waldfischbach-Burgalben hat einen neuen Vorstand: FWG-Urgestein Horst Weidler wurde bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Freitag zum ersten Vorsitzenden gewählt. „Nicht die ideale Lösung, aber mir ist wichtig, dass die FWG auch als Verein bestehen bleibt, die Vereinsstruktur erhalten wird“, sagte Weidler.

Dass es nicht die ideale Lösung ist, sagte Weidler mit Blick auf sein Alter: Er ist 80 Jahre alt. Aber die Auflösung der FWG als Verein, die gedroht hätte, wenn sich niemand bereit erklärt hätte, für dieses Amt zu kandidieren (die RHEINPFALZ berichtete), „wäre die viel schlechtere Alternative“, steht für Weidler fest. Der hatte in der Woche vor der Sitzung mit langjährigen Mitgliedern Gespräche geführt, aber „erst kurz vor der Sitzung gesagt, dass er kandidieren würde, wenn es sonst keiner macht“, verriet Bruno Weidler der Versammlung. Die wählte Horst Weidler einstimmig zum neuen Vorsitzenden und damit zum Nachfolger von Beate Grünewald, die das Amt seit 2012 inne gehabt hatte, zuletzt kommissarisch. Weidlers Stellvertreter ist Michael Lehmann, der bereits im vergangenen Jahr signalisiert hatte, dieses Amt zu übernehmen, wenn sich ein Kandidat für den ersten Vorsitzenden finde. Die Zeit, erster Vorsitzender zu werden, habe er nicht, hatte der selbstständige Uhrmachermeister im Vorfeld erklärt. Auch die übrigen Vorstandsämter konnten besetzt werden. Dass damit ein erster Schritt getan ist, darüber waren sich die FWG-Mitglieder einig. Die wichtige Aufgabe komme aber jetzt, verdeutlichte Karl-Wilhelm Porger. Denn es helfe nichts, einen Vorstand gefunden zu haben, „wenn es uns nicht gelingt, bis zur Kommunalwahl 2019 jüngere Kandidaten zu finden, die bereit sind zu kandidieren“, sagte er. Lehmann merkte spaßeshalber, aber durchaus mit ernstem Hintergrund an: Hausaufgabe für alle Mitglieder sei es, pro Mitglied zwei neue Mitglieder zu finden. Dabei sei klar, dass es Personen sein müssten, die zur FWG passten, die vor allem glaubwürdig seien. In den vergangenen Jahren sei es sehr herausfordernd bis schwierig gewesen, Ratsmitglied im Ortsgemeinderat von Waldfischbach-Burgalben zu sein, resümierte Lehmann und seine Fraktionskollegin Beate Grünewald pflichtete ihm bei. Was gerade die CDU zuletzt auf Orts- und Verbandsgemeindeebene als Bürgermeister gestellt habe, dann folgend das Trauerspiel auf Ortsebene bei der Besetzung des Beigeordnetenpostens habe die Arbeit erschwert. Dass diese schwierig blieb, dazu trügen aktuell die schwierigen Mehrheitsverhältnisse im Ortsgemeinderat Waldfischbach-Burgalben bei: CDU und BWB haben gemeinsam eine Stimme mehr als SPD und FWG, so dass die Ortsbürgermeisterin Anna Silvia Henne (SPD) eine Oppositionsmehrheit gegen sich habe. Ziel der FWG sei es immer, die besten Lösungen zu finden, sagte Lehmann. Da sei es wenig hilfreich, wenn in einem Ausschuss alles beraten werde, alles klar sei, „und dann kommt die Abstimmung im Rat und entgegen der Vorberatung heißt es auf einmal nein, machen wir nicht“, machte er an einem Beispiel deutlich. Wenn das Ganze dann darin gipfele, dass Fraktionen wie geschehen komplett nicht zur Sitzung kommen, damit der Rat nicht beschlussfähig sei, nur weil sie an einem Abend mal keine Mehrheit hätten, dann sei das Politik, wie sie sich die FWG ganz und gar nicht vorstelle. Selbstkritisch merkte Lehmann an: „Wir sind oft die, die die richtigen Ideen haben. Beispielsweise waren wir die ersten, die beim Ausbau der Helle-Röder-Straße gesagt haben, wir gehen auf das ein, was die Anlieger wollen. Aber wir sind nicht die, die das dann hinausposaunen, Plakate aufhängen und riesengroße Werbung machen“. Aber genau das, sagte Porger, müsse sich ändern, auch wenn es bisher nicht Art der FWG gewesen sei. Die Ideen der FWG müssten offensiver vorgestellt und vertreten werden. Auch wenn sich immer wieder bestätige, dass die, die am lautesten schreien, nicht immer die seien, die am meisten machten. Ein gutes Beispiel für Letzteres ist für Bruno Weidler das Thema Friedhof. Lautstark sei über Jahre geschrien worden, die Gewächshäuser am Friedhof müssten weg, weil sie gefährlich seien. Die stünden immer noch, obwohl der, der das jahrelang lautstark zum Thema gemacht habe, mittlerweile Beigeordneter und zuständig für den Friedhof sei, sprach er die Arbeit des Beigeordneten Günther Schramm (BWB) an. Hier müssten dem Rat endlich konkrete Vorschläge unterbreitet werden, mit denen sich die Räte befassen und darüber entscheiden könnten. Das gelte im Übrigen für den gesamten Friedhof, wo vieles öffentlichkeitswirksam erklärt werde, aber dem Gemeinderat konkret noch nichts vorgelegt worden sei, bemängelte Bruno Weidler des Weiteren. Der neue Vorstand der FWG Horst Weidler (erster Vorsitzender), Michael Lehmann (zweiter Vorsitzender), Herbert Kehrwald (Kassenwart), Petra Nikolaus (Kassenprüferin), Gaby Teutsch (Schriftführerin). |add

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