Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Heltersberg: Sparkasse bleibt bei Filial-Schließung

Wie in anderen Orten des Landkreises wird die Sparkasse auch in Heltersberg ihre Filiale schließen.
Wie in anderen Orten des Landkreises wird die Sparkasse auch in Heltersberg ihre Filiale schließen. ArchivFoto: Seebald

Es bleibt dabei: Ab 2020 fährt der Sparkassenbus Heltersberg an. Von Anfang an sei klar gewesen, dass die Sparkasse Südwestpfalz an ihrer Linie festhalten und die Filiale in Heltersberg schließen werde. Das habe der Sparkassen-Vorstand im Gespräch mit Vertretern der Ortsgemeinde unmissverständlich deutlich gemacht, berichteten Bürgermeister Ralf Mohrhardt (SPD) und die weiteren Teilnehmer am Montag dem Rat.

Die Gemeinde hatte den Sparkassenvorstand um den Gesprächstermin gebeten, nachdem die Schließungspläne bekannt geworden waren. Man habe noch mal eindringlich darauf hinweisen wollen, dass es nicht nur um Heltersberg gehe, sondern um das gesamte Holzland, also auch die Nachbargemeinden Schmalenberg und Geiselberg. Die Option, dass die Sparkasse zumindest Automaten in Heltersberg stehen lässt, und eventuell zu prüfen, ob es von Gemeindeseite dafür Möglichkeiten gibt, das waren Ideen, mit denen die Gemeindevertreter – jede Fraktion war vertreten – zum Gespräch gefahren waren.

Aber die klare Erkenntnis lautete: „Egal, welches Argument wir vorgebracht haben, es war klar, dass die Sparkasse nichts mehr an ihrem Vorhaben ändert“, berichteten Mohrhardt und Matthias Braunstein stellvertretend für alle beim Gespräch anwesenden Gemeindevertreter, dass der Termin letztlich vergebens gewesen sei. Dennoch sei er wichtig gewesen, weil zumindest noch mal alles versucht worden sei, um eine bessere Lösung für Heltersberg und das Holzland zu erreichen. Der Rat unterstrich, dass die Sparkasse eine Anstalt des öffentlichen Rechts sei, die über den Landkreis von den Kommunen getragen werde und folglich schon eine andere Verpflichtung und Aufgabe als eine reine Geschäftsbank habe.

Aber dieses wie alle anderen Argumente, inklusive drohender Kundenverluste, ändern an der eingeschlagenen Linie der Sparkasse nichts. „Das ist alles, inklusive Kundenverlusten, eingepreist“, bilanzierte Ratsmitglied Thomas Malschofsky.

Ausbau der Ortsdurchfahrt

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) plant derzeit den Ausbau der L499, der Ortsdurchfahrt von Heltersberg. Diese könnte, wie berichtet, starten, wenn der Ausbau der Seebergstraße beendet ist. Um weiter planen zu können, benötigt der LBM grundlegende Entscheidungen. Bei einem Ortstermin hatte sich der Bauausschuss Anfang des Monats intensiv damit befasst (die RHEINPFALZ berichtete). Der Rat folgte nun den Empfehlungen des Bauausschusses, dass im Zuge des Straßenausbaus die Gehwege komplett erneuert werden. Die geschätzten Kosten für die ersten 500 auszubauenden Meter betragen rund 400.000 Euro. Eine Reparatur war mit 120.000 Euro veranschlagt worden. Um einen Flickenteppich, Setzungen und damit Folgeschäden zu vermeiden, fiel die Entscheidung für den Neubau. Dieser wird über wiederkehrende Beiträge mitfinanziert. Mit etwa 20 Cent pro gewichtetem Quadratmeter sei dann auf Bürgerseite zu rechnen, informierte Mohrhardt den Rat.

Klar sei, dass das weitere Straßenausbauprogramm dann so gesteuert werden müsse, dass die Belastung für die Beitragszahler nicht zu hoch wird. Sprich: Was den Ausbau von Gemeindestraßen anbelangt, kann es zu zeitlichen Verschiebungen kommen. Es soll noch geklärt werden, ob in der Straße durchgehend Tiefborde bei den Randsteinen verwendet werden können, um das vorhandene Wellental zwischen Tief- und Hochborden zu entfernen.

Elektronische Schließanlage

Der Rat folgte gleichfalls der Empfehlung des Bauausschusses, für die Außentüren des Rathauses, der Festhalle, des Ratskellers, des Bauhofs und für das Hensel’sche Anwesen eine elektronische Schließanlage anzuschaffen. Geschätzte Kosten: rund 10.000 Euro. Sollten die finanziellen Möglichkeiten im Haushalt noch ausreichen, soll für die Grillhütte, die Leichenhalle und die Kindertagesstätte ebenfalls dieses elektronische Schließsystem angeschafft werden. Falls die Mittel nicht reichen, erfolgt das in einem weiteren Schritt.

Nachhaken beim Hensel’schen Anwesen

Ortsbürgermeister Ralf Mohrhardt informierte den Rat über das Interesse eines Mannes aus Kaiserslautern, eventuell Gebäude zwei und drei des Hensel’schen Anwesens zu kaufen. Seit dem Vor-Ort-Termin mit dem Interessenten habe sich aber nichts mehr getan. Man werde noch mal Kontakt zu ihm aufnehmen, ob noch Interesse bestehe.

Grundsätzlich fährt die Gemeinde zweigleisig, was die Zukunft der Gebäude anbelangt. In den neuen Haushalt werden Gelder eingestellt, um die Gebäude abreißen lassen zu können, wenn sich kein Käufer findet. Einen entsprechenden Ratsbeschluss gibt es bereits.

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