Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Heltersberg: Schule wird saniert

Die Schulturnhalle muss dringend saniert werden. Die Heiz- und Lüftungstechnik wird erneuert, ebenso der Hallenboden.
Die Schulturnhalle muss dringend saniert werden. Die Heiz- und Lüftungstechnik wird erneuert, ebenso der Hallenboden. Foto: Andrea Daum

Die Holzlandschule in Heltersberg, die im Schnitt jährlich 140 Kinder aus Heltersberg, Geiselberg und Schmalenberg besuchen, ist baulich in keinem guten Zustand. Der Fokus der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, die Schulträger ist, wird bei der Schulsanierung in den nächsten drei Jahren auf dieser Einrichtung liegen. In allen Ferien werden die Schüler den Handwerkern Platz machen.

Verbandsbürgermeister Lothar Weber (SPD) hatte es angekündigt: Die Schule in Heltersberg wird ein Arbeitsschwerpunkt in dieser Legislaturperiode. Dass das dringend erforderlich ist, davon überzeugte sich jetzt der Bauausschuss der Verbandsgemeinde. Nicht schließende Türen, marode Heizung und Lüftung, überholungsbedürftige Elektroinstallationen, defekter Hallenboden, lose Fliesen und Wandplatten, blinde Fensterscheiben, verzogene Türen, marode Treppe im Zugangsbereich, und, und, und – die Liste der Aufgaben ist lang.

Vandalismus als Problem

„Uns geht es darum, die Schwachpunkte zu zeigen und über Ideen zu diskutieren, wie wir die Probleme lösen können“, sagte Carina Klein von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde, die einen Großteil der Arbeiten planen und den Bau beaufsichtigen wird. Der Bauausschuss nahm das Schulgebäude unter die Lupe.

Ein Problem sei der Vandalismus am und rund ums Gebäude, erläuterte Klein. Zerstörte Bäume, die notgedrungen gefällt werden mussten, eine marode Eingangstür, die komplett verzogen ist, auch weil versucht wurde, sie aufzuhebeln. Bei dem Element, das den Eingangsbereich als Windfang abschottet, muss grundsätzlich entschieden werden, ob es noch mal ersetzt, ob der Bereich von beiden Seiten geschlossen wird und möglicherweise als zentraler Ort für Spinde genutzt wird. Ganz offen lassen, diese Idee stieß bei den Ausschussmitgliedern auf weniger Gegenliebe, weil das Element als Windfang dient. Dahinter befinden sich auch die Toilettenanlagen.

Gearbeitet wird in den Ferien

Die Grundschule befindet sich im ehemaligen evangelischen Schulhaus (Baujahr 1883), das im vorderen Bereich denkmalgeschützt ist. Dahinter sind immer wieder Um- und Anbauten vorgenommen worden. Technik, Bausubstanz und Brandschutz verbessern, heißen die zu bewältigenden Aufgaben.

Es müsse jedem klar sein, dass bei diesem Projekt jeweils mit Hochdruck gearbeitet und entschieden werden müsse, unterstrich Lothar Weber. Angesichts der kleinen Zeitfenster (Ferien), in denen gebaut werden kann – logistisch ist es nicht möglich, den Schulbetrieb komplett auszulagern, eine Schulklasse kann jeweils ins benachbarte frühere katholische Schulhaus umziehen –, müsse klar strukturiert gearbeitet und entschieden werden. Unnötige Diskussionen wären fehl am Platz, machte er deutlich. Es müsse schnell und unbürokratisch entschieden werden können.

Auch die Sporthalle muss saniert werden

Die Heizung und Lüftung in der Sporthalle sind defekt. Hierfür sind schon Zuschussanträge aus dem Topf Kommunales Investitionsprogramm KI 3.0 gestellt. In Höhe von 193.000 Euro. Dem Vorschlag, auf die derzeit ohnehin außer Betrieb befindliche Duschanlage komplett zu verzichten, weil dann auch die aufwendige Lüftung entfallen würde, steht der Ausschuss sehr positiv gegenüber. In der Schule dusche ohnehin kein Kind. Das sei gar nicht leistbar. Da aber auch die Heltersberger Vereine die Halle für Sport nutzen, sollen zwei Duschen erhalten bleiben, die problemlos über eine Öffnung des Flachdaches zu entlüften wären. Um der Problematik der regelmäßigen Leitungsdurchspülung aus dem Weg zu gehen (Legionellengefahr), sollen diese Duschen über kleine Durchlauferhitzer mit Warmwasser versorgt werden.

Über die passende Heizung für die Sporthalle selbst wird mit einem Fachbüro diskutiert werden. Der Hallenboden ist auch sehr mitgenommen, muss wohl erneuert werden. Für den Rauchabzug sind Kippfenster einzubauen. Im Außenbereich stehen Betonsanierungen an.

Zuerst den Flur erneuern

Im Schulhaus selbst sei die Sanierung des Flures mit Priorität eins versehen, unterstrich Klein. Hohlräume hinter den Fliesen seien gefährlich. Dazu gebe es lose Fliesen als Gefahrenquelle. Putz statt Fliesen heißt die Lösung. Das vorhandene Treppengelände soll überarbeitet werden. In den nächsten Sommerferien soll das Treppenhaus erneuert werden.

Fenstertausch steht auf dem Plan. Nicht nur blinde Scheiben tauschen, unterstrich der Ausschuss. In den Klassenräumen müssen die Parkettböden aufgearbeitet werden. Neue Schulmöbel sind bereits bestellt. Der Brandschutz erfordert einige neue Türen. Wo Wasser eindringt, muss ausgebessert werden. Die Beleuchtung muss teilweise erneuert werden, wird auf LED umgestellt. „Es gibt wirklich viel zu tun“, sagte Klein. Was das unterm Strich kosten wird, „lässt sich derzeit noch nicht seriös beziffern“, sagte sie.

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