Rheinpfalz Haus Busch stabilisieren

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Weiteren Maßnahmen zur Sanierung des ehemaligen Hauses Busch in Lauterecken stimmte der Stadtrat am Dienstagabend zu. CDU-Ratsmitglied Peter Kriese nahm aus Protest an der Abstimmung nicht teil, weil er sich nicht ausreichend informiert fühlt.

Aufträge für rund 240.000 Euro erteilte der Stadtrat an zwei Firmen. Das Lauterecker Bauunternehmen Andreas Jung erhielt den Zuschlag für Abbruch-, Beton-, Erd- und Maurerarbeiten sowie für die Installation eines Entwässerungskanals im Wert von fast 200.000 Euro. Aus Gründen der Standfestigkeit muss das Haus Busch stabilisiert werden, wofür eine Reihe von Betonarbeiten erforderlich sind. Unter den Wänden im Keller müssen neue Fundamente und eine Bodenplatte aus Beton gegossen werden. Im Erd- und ersten Obergeschoss dienen Betonpfeiler zur Lastverteilung der Dachkonstruktion. Darüber hinaus soll im zweiten Obergeschoss ein Ringanker aus Stahlbeton ebenfalls dazu dienen, das Gewicht der Dachkonstruktion abzufangen. Der Auftrag für Natursteinarbeiten (40.000 Euro) ging an die in Thüringen ansässige Bennert GmbH, ein auf die Sanierung historischer Gebäude spezialisiertes Unternehmen. Am Haus Busch soll die Firma die beschädigten Sandsteingesimse wieder restaurieren sowie Fenster- und Türgewände wieder instandsetzen. Ein ehemals vorhandener Balkon über der Eingangstür soll wieder hergestellt werden. Befürchtungen von Ratsmitglied Dieter Drumm (FWG), der Balkon rage möglicherweise zu weit in die Straße hinein und könnte von Lastern im Vorbeifahren beschädigt werden, teilte Stadtplaner Peter Cappel nicht. Der Balkon rage 75 Zentimeter aus dem Haus hervor, der Gehweg darunter sei 1,65 Meter breit – der Abstand genüge. Vor der anstehenden Auftragsvergabe kündigte CDU-Ratsmitglied Peter Kriese an, bewusst nicht daran teilzunehmen. Angesichts der Fülle von Informationen „über insgesamt 24 Gewerke in 32 Minuten“ – Cappel hatte die 14 Arbeitsfelder für das Haus Busch vorgestellt und zuvor zehn für das Veldenz-Schloss – sehe er sich nicht in der Lage, „eine sachgerechte Entscheidung zu treffen“, sagte Kriese. Nach zehnmonatigem Kampf für verständliche Informationen werde das Thema nun in wenigen Minuten abgehakt. „Für mich ist das zu oberflächlich, ich bin enttäuscht“, sagte Kriese verärgert und verließ vor der Abstimmung den Saal. Was den Ausbau des Veldenz-Schlosses angeht, skizzierte Architekt Cappel die noch bevorstehenden Arbeitsbereiche. Dazu gehören der Einbau von Brandschutzdecken, die Restaurierung der Stuckdecken, Verputz- und Dämmarbeiten, der Einbau von Türen, Fliesen und Böden. Soweit vorhanden, sollen die historischen Holzdielen wieder aufgearbeitet und verwendet werden. Cappel schätzt, dass die Rohbauarbeiten am Veldenz-Schloss im Februar zum Ende kommen werden. Die komplette Schlosssanierung soll laut Planer Cappel Ende 2017 beendet sein. Laut Stadtbeigeordnetem Günther Lüers ist die offizielle Einweihung des Schlosses für Frühjahr 2018 ins Auge gefasst. |dgg

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