Rheinpfalz Großbrand: Ursache für Feuer in Reithalle gestern noch unklar

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ST. WENDEL. Bis gestern Abend war noch nicht zu klären, wie ein Großbrand in einer Reithalle bei St. Wendel hat entstehen können. Bei dem Feuer war das Domizil des Reit- und Fahrvereins Bliesen niedergebrannt. 19 Pferde hatten gerettet werden können, ein Tier allerdings verendete bei der Flucht.

Rund 180 Einsatzkräfte waren in der Nacht zum Sonntag nahe des St. Wendeler Stadtteils Bliesen im Einsatz. Kurz nach 23 Uhr war der Brand entdeckt und gemeldet worden. Großalarm wurde ausgelöst, Feuerwehreinheiten aus St. Wendel und Umgebung rückten an, Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz, auch der Veterinärzug des Kreises St. Wendel war vor Ort. Bis Sonntag kämpften Wehrleute gegen die Flammen. Als sie angerückt waren, stand ein Teil der Reithalle schon in Vollbrand. Der Brandherd lag aber offenbar in dem direkt daneben gelegenen Gastronomie-Gebäude. Dort wütete das Feuer besonders stark, als die ersten Löschtrupps vorrückten. Der Reit- und Fahrverein Bliesen hat gestern auf seiner Internet-Seite bereits einen ausdrücklichen Dank an all jene gerichtet, die in der Nacht noch zu dem Gelände geeilt waren, um in der Not zu helfen. Neben den eigentlichen Einsatzkräften waren weitere freiwillige Helfer herbeigeeilt, die sich auch um die Tiere zu kümmern versuchten. Der Verein teilt zudem mit, dass die Reithalle nicht mehr zu nutzen sei. Als das Feuer auf dem Areal am Rande des Stadtteils ausbrach, standen laut Polizei 20 Pferde in der Gefahrenzone. Die Tiere zu retten, war denn auch vorrangige Aufgabe. Es gelang auch, die Tiere zu befreien, die allerdings von Panik ergriffen davonrannten. Dabei stieß eines der Pferde erst mit zwei Autos, dann noch mit einem weiteren Wagen zusammen. Das Tier fand nach dem zweiten Unfall den Tod, während die Auto-Insassen mit Schrammen und einem Schrecken davonkamen. Freiwilligen Helfern und Besitzern gelang es schließlich, die anderen 19 Pferde einzufangen. Inzwischen hatte die Feuerwehr nach zweistündiger Schwerstarbeit den Brand unter Kontrolle gebracht. Doch erst am Sonntagmorgen gegen 10 Uhr konnten die Wehrleute abrücken. Bis gestern waren Brandermittler der Polizei vor Ort. Auf Anfrage der RHEINPFALZ sagte gestern ein Sprecher der Polizei in St. Wendel, dass erst am heutigen Dienstag mit Informationen zur möglichen Brandursache zu rechnen sei. (cha)

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