Rheinpfalz Gemeinsam handlungsfähig und attraktiv bleiben

Nachdem Waldmohr und Brücken bereits einem Kooperationsvertrag zugestimmt hatten, hat jetzt auch Schönenberg-Kübelberg sich dem Verbund angeschlossen. Das Städtebauförderungsprogramm „Ländliche Zentren“ will Kooperationsverbünden die Möglichkeit geben, sich sowohl im öffentlichen als auch privaten Raum weiter zu entwickeln.
Einstimmig beschloss der Rat, mit den Gemeinden Brücken und Waldmohr einen sogenannten Kooperationsverbund einzugehen. Im Rahmen des im Dezember vom Innenministerium angestoßenen Städtebauförderungsprogramms „Ländliche Zentren“ sollen Kooperationsverbünde aus zwei oder drei Gemeinden mit jeweils mehr als 1000 Einwohnern geschlossen werden. Mit diesem Programm, das aus Geldern von Land und Bund gefördert wird, will man Kommunen, die in besonders vom demografischen Wandel betroffenen Räumen liegen, als Grundzentren oder Wohngemeinden für die Zukunft attraktiv und handlungsfähig machen.
Nach Aussage von Markus Bauer von der Verbandsgemeindeverwaltung muss eine Interessensbekundung bis zum 31. März bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier (ADD) eingegangen sein. Bauer hofft, dass bis Mitte Mai entschieden sein wird, welche Kooperationsverbünde zum Zuge kommen.
Einstimmig vergab das Gremium den Auftrag zur Errichtung eines Grabfeldes (46 Grabstätten) auf dem Friedhof im Ortsteil Schönenberg an die Firma Markus Wemmert. Das Tiefbauunternehmen war mit zirka 13.300 Euro günstigster Bieter. Ebenfalls war sich der Rat einig, eine zweite Urnenwand für knapp 12.000 Euro errichten zu lassen. Den Zuschlag bekam die Firma Loibl. Laut Ortsbürgermeister Josef Weis hat das Unternehmen aus Gondelsheim im Kraichgau bereits vor zwei Jahren die erste Wand aufgebaut und wäre bereit, zum gleichen Preis die zweite Wand zu liefern.
Als notwendig erachteten die Gemeindevertreter, das Umfeld der Urnenwände auf 230 Quadratmetern mit Betonpflaster befestigen zu lassen. Sie beauftragten die Verwaltung, eine entsprechende Ausschreibung zu veranlassen. Weis schätzt die Kosten auf knapp 26.000 Euro.
Nach Aussage des Ortsbürgermeisters sind bereits mehrmals Förderanträge für die Friedhofssanierung abgelehnt worden. In der letzten Begründung habe die Kommunalaufsicht sogar weitere Investitionen untersagt: „Wir können praktisch gar nichts machen“, beschwerte sich Weis. Dennoch wolle man versuchen, mit dem Chef der kommunalen Aufsicht, Landrat Winfried Hirschberger, noch eine Lösung zu finden. (res)