Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Geiselberg: Bahn pflanzt Bäume an

Bergahorn will die Deutsche Bahn bei Geiselberg pflanzen, als Ausgleichsmaßnahme für Bauarbeiten.
Bergahorn will die Deutsche Bahn bei Geiselberg pflanzen, als Ausgleichsmaßnahme für Bauarbeiten. Foto: dpa

Was hat die Gemeinde Geiselberg mit der Deutschen Bahn zu tun? „Eigentlich nichts“, sagt Geiselbergs Bürgermeisterin Marika Vatter lachend. Tatsächlich können auch Orte, die einige Kilometer von der nächsten Bahnlinie entfernt liegen, mit der Bahn in Kontakt kommen. Für Geiselberg ist es sogar eine erfreuliche Geschichte, denn die Bahn wird Bäume auf Geiselberger Gebiet pflanzen lassen. Bergahorn, um genau zu sein.

Die Bäume pflanzt die Bahn aber nicht, weil sie ein gutes Herz hat, sondern weil sie eine naturschutzrechtliche Verpflichtung hat. „Hintergrund des Ganzen ist, dass die Bahn ja bekanntlich bei Steinalben den Bahnhof umbauen, ein zweites Gleis bauen möchte“, verweist Vatter auf das Baugroßprojekt der Bahn, das derzeit geplant wird. Weil viel verbaut wird, muss als Ausgleich von Gesetzes wegen auch was für die Natur getan werden. Revierleiter Christoph Wagner, der für Steinalben und Geiselberg zuständig ist, hatte die Idee, die Fragen der Bahn nach möglichen Ausgleichsflächen mit einem Waldstück am Mühlberg, unweit der B 270 zu beantworten. Dort gibt es eine größere Kahlfläche, die nun mit Hilfe der Bahn wieder aufgeforstet wird. Darüber informierte Vatter den Rat.

Thema Brandschutz bei Bauvorhaben

Ebenso darüber, dass die Firma Hager-Tehalit auf ihrem Gelände (Geiselberger Teil) einen Container aufstellen wird, um Lithium-Ionen-Batterien zu betreiben. 60 Lithium-Ionen-Akkus, die jeweils eine Leistung von drei Kilowatt haben, enthält der Container. In einer Stellungnahme an die Kreisverwaltung, die dieses Bauvorhaben genehmigt, wurde darauf hingewiesen, dass dadurch eine höhere Brandlast entsteht, die es zu berücksichtigen gilt.

Ebenfalls Sache der Kreisverwaltung ist es, über einen Bauantrag der Firma Weldcom zu entscheiden, die ihre Produktions- und Lagerhalle vergrößern möchte. Auch hier besteht ein rechtswirksamer Bebauungsplan, so dass wie im Fall von Hager-Tehalit, das Einvernehmen der Gemeinde nicht gefordert ist. Auch in diesem Fall sind Brandschutzfragen tangiert. Die notwendige Löschwassermenge von 100 Kubikmetern pro Stunde, die über zwei Stunden mit einem Mindestdruck von 1,5 Bar bereitstehen muss, ist vor Ort garantiert.

Um die Stromkosten, die bei der Kerwe 2019 entstanden, teilweise mit abzudecken, spenden die Pfalzwerke 200 Euro. Diese Spende nahm der Rat an.

Der Gemeinderat hat in der vergangenen Sitzung entschieden, dass er der lange diskutierten Widmung eines Teilstücks des Schopper Weges – noch ist es ein Wirtschaftsweg, ein Teilstück wird aber als Gemeindestraße gewidmet – nicht mehr entgegensteht. Allerdings ist die Widmung noch nicht vollzogen. Es müsse noch genau festgelegt werden, auf welcher Länge die Widmung erfolgt, informierte Vatter über den Stand des Verfahrens.

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