Rheinpfalz Friedhof zentrales Thema

Der Friedhof in Waldfischbach, seit Jahren Thema und Anlass für Diskussionen, bestimmt die Tagesordnung des Ortsgemeinderats Waldfischbach-Burgalben am heutigen Dienstag (19.30 Uhr, Ratssaal Verbandsgemeindeverwaltung).
Unter anderem beschäftigen den Rat die Anlage von Flächen für Urnengräber in verschiedenen Grabfeldern sowie die Vergabe von Elektroinstallationsarbeiten in der Leichenhalle in Waldfischbach. Einheitlich gehandhabt werden soll künftig die Einebnung von Grabflächen, bei denen die Liegezeiten abgelaufen sind, und es geht um die Frage, was geschehen soll, wenn Grabflächen vorher abgeräumt werden sollen. Zuletzt hatte sich der für den Friedhof zuständige Beigeordnete Günter Schramm (BWB) bei der Jahreshauptversammlung der BWB zum Friedhof geäußert (RHEINPFALZ-Bericht „Mit Ortspolitik abgerechnet“). Dass sich, wie Schramm gesagt hatte, SPD und FWG bewegt hätten, „ist einfach falsch“, widerspricht Oliver Käfer, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und stellvertretender SPD-Fraktionssprecher, Schramms Aussage. „Wohin und wieso hätten sich die Fraktionen bewegen sollen?“, fragt Käfer. Schramm habe bisher nur für Unordnung auf dem Friedhof gesorgt und auch ansonsten nichts Produktives für die Gemeinde geleistet: „Im Gegenteil. Schramm hat dem Rat bis dato noch kein Konzept für den Friedhof vorgelegt, zudem den Planer vergrault. Ein paar fliegende Zettel an die Bäume pinnen, das ist kein Konzept und schon gar keines, das dem Rat vorliegt und über das der Rat hätte entscheiden können“, so Käfer. Das hatte Bruno Weidler bei der Jahreshauptversammlung der FWG, wie berichtet, gleichfalls kritisiert. Weidler hatte bemängelt, dass Schramm Zettel an Bäume auf dem Friedhof aufgehängt hatte, damit die Leute nach dessen Auffassung sehen konnten, was sich seiner Meinung nach dort verändern sollte. Nicht nur, dass diese Zettel den Friedhof nicht verschönert hätten, sondern vor allem, dass Schramm den Rat in keiner Weise informiert habe, hatte Weidler kritisiert. Das unterstreicht Käfer. „Wo finden im nächsten Jahr Bestattungen statt? Was ist mit neuen Urnengräbern? Was passiert mit den Gewächshäusern?“ Auf all diese Fragen gebe es von Schramm bislang noch keine Antworten. Auch stellt sich laut Käfer die Frage, ob der allgemeine Zustand des Friedhofs so ist, wie sich das jeder vorstelle. Das glaube er nicht. „Wie lange ist Schramm jetzt schon im Amt?“, fragt Käfer und ergänzt die Bilanz der Arbeit des Beigeordneten aus seiner Sicht: „0,0 gemacht“ – und das, nachdem Schramm, bevor er als Beigeordneter in Amt und Würden gekommen sei und er sich „gerade zum Thema Friedhof gebärdet hat wie ein wütender Underdog“. Käfers Fazit: „Schramm wird seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht.“ |add