Rheinpfalz Feuerwehrboot ein Fall fürs Museum

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Mannheim. Ein letztes Mal ist das „Feuerlöschboot 2“ aus dem Mühlauhafen aufgebrochen. Blasmusik und Segenswünsche begleiteten das besondere Fahrzeug der Mannheimer Berufsfeuerwehr, das fast 50 Jahre lang mit seiner Besatzung auf Rhein und Neckar unterwegs war. Neuer Heimathafen wird das Technik Museum Speyer sein.

Ein bisschen Wehmut lag über dem Wasser, als das rote Einsatzboot ein letztes Mal seinen Anlegeplatz in der Fruchtbahnhofstraße verließ. Gleich neun ehemalige Bootsführer waren dabei an Bord. Ihnen allen und den weiteren Besatzungsmitgliedern der vergangenen Jahre galt der Dank der beiden Mannheimer Stadtdekane Karl Jung und Ralph Hartmann bei der Aussegnung. „Der Dienst im Einsatz für den Menschen ist ein Engelsdienst“, formulierte es Hartmann, der Repräsentant der Protestanten. Rund 4600 Mal war das Löschboot seit 1966 ausgelaufen. Es war bei den Tankschiffexplosionen im März 1970 und im Oktober 1995 bei der BASF ebenso im Einsatz wie bei Großbränden im Mannheimer Hafengebiet – zuletzt 2009 bei einem Großbrand in einem Reifenlager in Mannheim-Rheinau. 2013 wurde das altgediente Schiff von seinem Nachfolger, der „Metropolregion Rhein-Neckar“ abgelöst, das den Vorgänger auf der letzten Fahrt nach Speyer begleitete. Hermann Layher, Museumschef der Speyerer Techniksammlung, überwachte dabei den Weg seines neuen Schmuckstücks. Immerhin passe das Boot aus doppeltem Grund ins Speyerer Museum. „Gemeinsam mit dem Rheinschlepper ,Glarus’ bildet es die Rheinschifffahrt ab. Außerdem haben wir die größte Feuerwehrausstellung Europas“, sagte er. Bis das Feuerlöschboot sich hier jedoch einfügt, wird noch ein wenig Wasser den Rhein hinab fließen. Es muss zunächst auf dem Trockendock überholt und neu gestrichen werden, ehe es seinen neuen Platz in der Museumssammlung erhält, wo es auch begehbar sein soll. „Vielleicht Frühjahr 2017“, schätzte Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht (CDU). Dass das Boot bald in Speyer zu besichtigen sein wird, ist auf den sanften Druck des Unternehmers Rolf Götz zurückzuführen, der gleichermaßen in der Mannheimer Feuerwehr und im Freundeskreis des Museums aktiv ist, als einziger freiwilliger Feuerwehrmann der Stadt ein Patent für die Führung des Löschbootes hat. „Er hat uns davon überzeugt, dass wir dieses Boot unbedingt brauchen“, sagte Museumsvertreter Layher und lachte. Seit drei Jahren sorgt das neue Löschboot auf Rhein und Neckar sowie den anliegenden Firmen wie der BASF für Sicherheit. |env

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