Rheinpfalz Feuerwehr hat dreifachen Grund zum Feiern

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Zwei Tage lang feiern an diesem Wochenende Förderer und Aktive der Feuerwehr Kröppen rund um das katholische Pfarrheim und die Kirche. Denn es stehen gleich drei Jubiläen an: 40 Jahre gibt es nun schon eine Feuerwehr in Kröppen, seit 15 Jahren trifft sich der Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr und seit einem Vierteljahrhundert werden die Brandbekämpfer durch einen Förderverein unterstützt.

Ehe die Kröpper die Brandbekämpfung vor 40 Jahren wieder in die eigenen Hände nahmen, sicherten Nachbarwehren den Brandschutz im Ort. Die eigene Wehr war in eine Art Winterschlaf gefallen. Erst als 1975 das Feuerwehrwesen zur Pflichtaufgabe der Verbandsgemeinden wurde, gründete sich die Kröpper Löscheinheit neu. Erster Wehrführer wurde Karl Wagner. Im ehemaligen Raiffeisengebäude hatte die Verbandsgemeinde eine Garage als Unterkunft angemietet. Darin waren eine Pumpe und der Schlauchwagen samt Haspel untergebracht. Sämtliche Geräte existieren heute noch und werden von Zeit zu Zeit vorgeführt. Das erste Fahrzeug – ein VW-Bus – übernahmen die Kröpper Wehrangehörigen von der Bottenbacher Löscheinheit. Als diesem ein Jahr später ein neuer Ford Transit folgte, benötigte man eine neue Unterkunft. Das neue Auto passte nämlich nicht mehr in die Garage. Es wurde ein großer Holzschuppen hinter der Tankstelle Kupper in der Straße „In den Birken“ angemietet. Dort blieb die Wehr, bis sie 1992 das in der gleichen Straße neu errichtete Feuerwehrgerätehaus beziehen konnte. Acht Jahre nach dem Einzug in das neue Gebäude erhielt die Wehr erstmals ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit einem 800-Liter-Wassertank. Wehrführer war 1979 Richard Pfeifer geworden. 1994 übernahm Thomas Kupper für vier Jahre das Kommando. Seit 1998 ist Volker Stöß Wehrführer, Kupper sein Stellvertreter. Derzeit ist die Wehr mit einer Stärke von 18 Mitgliedern gut aufgestellt. Darunter befinden sich zwei Frauen. Frauen in der Kröpper Löscheinheit haben übrigens Tradition: Schon 1979 stellten die Kröpper mit Christine Gessner die erste Feuerwehrfrau innerhalb der elf Löscheinheiten in der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land. Den Nachwuchs zieht sich die Löscheinheit in der eigenen Jugendfeuerwehr, die im Jahr 2000 unter Stöß und dem damaligen Bürgermeister Roland Haag offiziell gegründet wurde. Waren es bei der Gründung noch 18 Aktive, tummeln sich derzeit nur noch sechs junge Brandbekämpfer dort. Jugendfeuerwehrwart ist Markus Kurylo, während Wehrführersohn Yannick Stöß sich anschickt, in die Fußstapfen von Vater Volker zu treten. Er ist stellvertretender Jugendfeuerwehrwart. Neben feuerwehrtechnischen Übungen kommt dort auch die Unterhaltung und Geselligkeit nicht zu kurz. Dennoch ist der Jugendfeuerwehrbereich laut Stöß eine Baustelle: Im nächsten Jahr wechseln fünf Jugendliche in den Aktivenbereich. Beim Jubiläumswochenende hofft man, neuen Nachwuchs zu finden. Unterstützt werden beide Wehren durch den 1990 gegründeten Förderverein. Gründungsvorsitzender wurde Stefan Hitzelberger. Heute wird der 58 Mitglieder zählende Verein von Marcel Wallitt geleitet. Mit den Erlösen aus verschiedenen Veranstaltungen und den Mitgliedsbeiträgen unterstützt der Verein die Wehr bei Anschaffungen. So wurden beispielsweise alle Wehrangehörigen mit Fleece-Jacken und Strickmützen für die kalte Jahreszeit ausgestattet. Auch die ersten Funkgeräte stammten vom Förderverein. Im vergangenen Jahr erhielt die Löscheinheit ein neues Martinshorn. Im Gegensatz zu anderen Wehren ist die Kröpper Löscheinheit auch tagsüber einsatzbereit. Hilfe leistet die Wehr übrigens nicht nur bei Bränden, auch bei freiwilligen Arbeitseinsätzen für die Ortsgemeinde sind die Feuerwehrleute regelmäßig dabei. Bei der Sanierung des Feuerwehrgerätehauses 2012 musste die Verbandsgemeinde nur die Materialkosten übernehmen. Rechtzeitig zum Jubiläum wurde die Grünfläche beim Feuerwehrgerätehaus, die zu einem „beliebten Hundeklo“ abgewertet worden war, ausgehoben und farblich mit Steinen an das Gebäude angepasst. Übungsstunden Die Aktiven treffen sich jeden Mittwoch. Die Jugendfeuerwehr kommt im zweiwöchigen Turnus donnerstags zusammen.

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