Rheinpfalz Feldweg-Sanierung vorerst auf Eis gelegt

Während die Sanierung eines Wirtschaftsweges kontrovers diskutiert wurde, waren sich die Mitglieder des Gemeinderates Brücken bei allen anderen Themen am Montagabend schnell einig.
Die Sanierung eines Feldweges auf einer Länge von rund 500 Metern löste in der Sitzung eine längere Diskussion aus. 16.000 Euro soll die Instandsetzung des Stückes Auf der vorderen Hub in Paulengrund kosten. Aus den Reihen der SPD-Fraktion kamen Zweifel, ob diese Summe in einen einfachen Feldweg gesteckt werden soll. Man solle diese Entscheidung doch vertagen und mit der Sanierung warten. Das Geld könne man im Ort anderweitig investieren. Eine Sanierung bringe nur für kurze Zeit eine Verbesserung und müsse bald wiederholt werden. Als Alternative wurde vorgeschlagen, Warnschilder aufzustellen, was jedoch auch kein Patentrezept sei. Außerdem könne man das Wasser, das für die Schäden am Weg sorge, ableiten, um Überschwemmungen zu vermeiden und dadurch den Weg zu schützen.
Ortsbürgermeister Toni Guhmann sagte: Die Feldwege im Ort sind jedes Jahr peu à peu dran. Da man in Brücken dieses Problem habe, sei es nötig, einen Weg nach dem anderen zu sanieren. Jedoch sei für eine Asphaltierung das nötige Geld nicht da, denn das sei noch teurer. Wenn der Wirtschaftsweg jetzt nicht saniert werde, sei er in den nächsten Jahren dran. Der Weg sei jedoch in einem bescheidenen Zustand und solle saniert werden, argumentierte die CDU-Fraktion. Wenn man die Sanierung aufschiebe, bleibe das Problem. Es verschlimmere sich eher noch. Daher schlug die CDU vor, erneut zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, um das Problem zu lösen. Dazu wolle man den Weg begehen und einen Sachverständigen mitnehmen. Die Entscheidung zur Sanierung wurde vertagt, der Vorschlag der erneuten Prüfung einstimmig angenommen.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass Brücken zusammen mit Schönenberg-Kübelberg und Waldmohr einen Kooperationsverbund gründet, um sich für die Städtebauförderung Ländliche Zentren anmelden zu können. Seit neuestem haben laut ADD auch kleine Gemeinden die Möglichkeit, finanziell gefördert zu werden, wenn sie mindestens 1000 Einwohner haben. Maximal drei Gemeinden sollten sich zu einem Kooperationsverbund zusammenschließen. Da dieser Verbund im Südkreis über die Grenzen der Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg hinausgehen solle, stehen die Chancen sehr gut, dass die Gemeinden in den Genuss der Förderung kommen. Dadurch sei es auch möglich, bei privaten Maßnahmen (zum Beispiel Fassadenrenovierung) Unterstützung zu erhalten.
Ebenso einstimmig wurde die Änderung des Bebauungsplans Auf dem Leimenkauterfeld beschlossen. Bäume, die in dem zu bebauenden Bereich stehen, sollen an anderer Stelle durch fünf neue Bäume ersetzt werden.
Toni Guhmann informierte darüber, dass durch einen neuen Stromvertrag etwa 9500 Euro eingespart werden. Außerdem werde eine Absenkung der Hauptstraße in Richtung Sportplatz entfernt. Des Weiteren wolle man im Bereich der Grundschule in der Paulengrunder Straße eine Geschwindigkeitsreduzierung einführen und diesen Bereich in einer anderen Farbe gestalten, was etwa 10.000 Euro kosten würde. (jbw)