Baden-Württemberg Fall Block: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Pforzheimer

Fortsetzung Prozess wegen mutmaßlicher Kindesentführung
Der Prozess am Hamburger Landgericht läuft schon seit über 50 Verhandlungstagen.

Im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Entführung der Block-Kinder wurden 2025 Ermittlungen gegen vier Personen aus Süddeutschland eingestellt. Nun haben sich neue Hinweise ergeben.

Hamburg (dpa) - Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat im Fall der mutmaßlichen Entführung der Block-Kinder die Ermittlungen gegen einen Mann aus der Region Pforzheim sowie zwei seiner Familienmitglieder wieder aufgenommen. Das bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Mia-Christine Sperling-Karstens. Im Zuge der laufenden Hauptverhandlung in dem Fall habe es weitere Erkenntnisse gegeben, sagte sie zur Begründung. Zuvor hatten die «Badischen Neuesten Nachrichten» (BNN) berichtet.

Verfahren zunächst eingestellt

Die Ermittlungen gegen damals noch vier Personen waren im vorigen Jahr eingestellt worden. «Vier weitere Personen, die in den Ankauf des Wohnmobils verwickelt waren und den mutmaßlichen Entführern mit den Kindern bis zum 2. Januar 2024 Unterschlupf in Baden-Württemberg gewährten, hatten nach dem Ermittlungsergebnis unwiderlegbar nichts von den Tathintergründen gewusst», hieß es damals.

Zwischenzeitlich habe die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Mann und zwei Familienangehörige von ihm wiederaufgenommen. Anlass seien Erkenntnisse aus einem bei der Staatsanwaltschaft Hamburg geführten gesonderten Ermittlungsverfahren, das weitere mutmaßlich Beteiligte an den Geschehnissen in der Silvesternacht 23/24 in Dänemark betreffe, so die Sprecherin. Hinsichtlich eines Familienmitglieds sei es bei der Verfahrenseinstellung geblieben.

Prozess läuft seit Juli

In der Silvesternacht 2023/24 wurden in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zwei Kinder der Gastronomie-Unternehmerin Christina Block von Dänemark nach Deutschland gebracht. In dem seit Juli 2025 laufenden Prozess wegen Kindesentführung muss sich auch die Mutter vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

Die Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma nach einem langen Sorgerechtsstreit damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder vom Wohnort des Ex-Mannes in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet die Vorwürfe.

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