Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Förderverein des Sportvereins Nanzdietschweiler organisiert für 25. Mai große Mallorca-Party

Proppenvoll war es im vergangenen Jahr bei der Mallorca-Party am Ohmbachsee. ArchivFoto: m. hoffmann
Proppenvoll war es im vergangenen Jahr bei der Mallorca-Party am Ohmbachsee. Archiv

Ein ähnliches Ballermann-Spektakel hat schon zweimal am Ohmbachsee stattgefunden. Nun hat der Förderverein des SV Nanz-Dietschweiler dafür gesorgt, dass einige Stars von der Baleareninsel sich im Mai auf dem örtlichen Sportgelände die Ehre geben werden. Der Vorverkauf läuft.

Der Kunstrasen, der nach 15 Jahren erneuert werden soll, wird am Samstag, 25. Mai, von 15 Uhr bis Mitternacht noch einmal gehörig strapaziert: Mallorca-Party. Die Veranstaltung ist das mit Abstand größte Projekt in der Geschichte des jungen Fördervereins des SV Nanz-Dietschweiler. Er wurde erst im vergangenen Jahr gegründet.

„Ende Dezember kam uns die Idee“, berichtet Sascha Butz, Zweiter Vorsitzender, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Dass der Kunstrasen des SVN erneuert wird, gibt uns die Gelegenheit für ein einmaliges Open-Air.“ Auf der dem Glan-Blies-Weg zugewandten Seite des Sportplatzes soll die Bühne stehen. Gegenüber wird eine sogenannte Bierburg aufgebaut. Der Bühne wird ein VIP-Bereich vorgelagert, außerdem sollen Personen mit Einschränkungen einen eigenen Bereich bekommen. Die VIPs erwartet eine Fülle besonderer Vorzüge: Häppchen, Freigetränke, zudem die Möglichkeit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Denn die VIP-Zone ist mit dem Backstage-Bereich verbunden.

Großes musikalisches Aufgebot

Unter anderem gehören Mia Julia Brückner und Willi Herren zum musikalischen Aufgebot: Die in München geborene Blondine ist um 20 Uhr an der Reihe, Willi Herren bereits um 19 Uhr. Das Finale gegen 23 Uhr gehört dem Stimmungsmacher Tobee, der den Hit „Lotusblume“ von den Flippers in einen vielgespielten Mallorca-Schlager umgewandelt hat.

„Insgesamt ist es ein riesengroßer Planungsaufwand“, sagt Sascha Butz, während er durch seinen Ordner blättert. „Und man muss wirklich jede Kleinigkeit beachten.“ Butz musste ein mehr als 30 Seiten umfassendes Sicherheitskonzept ausarbeiten, das er verschiedenen Behörden und Institutionen vorlegen muss, etwa Verbandsgemeinde, Kreis, Polizei und Feuerwehr. Zur Kennzeichnung der Leute auf dem Festivalgelände braucht es verschiedenfarbige Bändchen: „Auch an so etwas muss gedacht werden“, unterstreicht der Organisator. Für den Veranstaltungstag benötigt der Förderverein außerdem die Unterstützung von rund 120 Helfern. Auch über Parkplätze hat man sich schon Gedanken gemacht: Hierfür sollen zwei Wiesen, eine am Ortsausgang in Richtung Elschbach und eine andere am Ortsausgang in Richtung Glan-Münchweiler, genutzt werden.

Schon 400 Karten verkauft

„Das Ganze ist eine sehr kostspielige Angelegenheit und wir sind uns des Risikos bewusst“, merkt Sascha Butz an. Die bislang rund 400 verkauften Karten stimmen den Organisator allerdings optimistisch. Der Vorverkauf ist weit gestreut: Neben den Verkaufsstellen in unmittelbarer Nähe können auch in Kaiserslautern, Saarbrücken, St. Wendel, Zweibrücken, Pirmasens und Dahn Karten erworben werden. Und das Internet gibt es ja auch noch. Ziel des Fördervereins ist es jedenfalls, Profit aus der Veranstaltung zu schlagen, nicht bloß die Kosten zu decken. Dafür müssen jedoch weit über 2000 Karten über den Verkaufstisch, erklärt Butz: „Wenn die Veranstaltung wirklich gewinnbringend sein wird, sollen nicht nur der Sportverein, sondern auch die örtliche Kita und die Grundschule davon profitieren.“ Laut Agentur finden die meisten Karten erst in den Wochen vor dem Festival ihre Abnehmer, erklärt Butz weiter. Der Förderverein habe sich allerdings auch um Sponsoren bemüht – und welche gefunden. Außerdem habe die Agentur, die sich um die Facebook-Werbung kümmert, von einer sehr guten Resonanz gesprochen.

Eins möchten Sascha Butz und Gunther Bernd, Erster Vorsitzender, den potenziellen Festival-Besuchern noch mitgeben: „Wir veranstalten hier eine Party wie auf Mallorca. Aber wir haben Preise wie in Nanzdietschweiler.“

Gewagter Schritt – ein Einwurf von Philipp Jung

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