Rheinpfalz „Ein Tag gegen das Vergessen“
„Seit 73 Jahren herrscht in Europa Frieden“, betonte Pfarrer Robin Braun in Herschweiler-Pettersheim, „das braucht Mut bei denen, die immer wieder für den Frieden eintreten.“ Gestern gab es in vielen Orten des Landkreises Trauerfeiern zum Volkstrauertag.
Ortsbürgermeister Klaus Drumm erklärte, die „unfassbare Zahl der Opfer“ in den Kriegen müsse der Mensch auf die Schicksale der einzelnen Individuen herunterbrechen. Erst wenn man sich vor Augen führe, was Gewalt und Krieg für den Einzelnen bedeuten, lasse sich das Leid erfassen. Die Menschheit dürfe die Hoffnung auf eine gewaltfreie Zukunft nicht aufgeben. Drumm mahnte „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.“ Um den Tod von im Krieg Gefallenen verarbeiten zu können und den Toten ehrenvoll zu gedenken, sei der Volkstrauertag nach dem Ersten Weltkrieg erstmals begangen worden, erklärt Martin Gusek, Oberleutnant bei der Patenbatterie des 345. Artillerielehrregiments. „Opfer unter den Soldaten gibt es auch, ohne in Kampfhandlungen verwickelt zu sein.“ Sein Gedenken gehe auch an die „Kameraden, die jüngst bei Manövern in Schweden und Lettland zu Tode gekommen“ seien: „Der Volkstrauertag ist ein Tag gegen das Vergessen