Rheinpfalz Eichert schlägt Realschule als Rathaus vor

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Wo wird in Zukunft der Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben stehen, und wie wird er aussehen? Das ist eine Frage, die die Verbandsgemeinde noch lange beschäftigen wird. Das es noch einige Zeit dauern werde, bis diese Frage beantwortet wird, stehe sicher fest, sagte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer bei der Verbandsgemeinderatssitzung am Dienstag. Erste Aufschlüsse, wohin die Reise gehen könnte, soll eine Machbarkeitsstudie bringen, die der Rat in Auftrag gab.

Vier Varianten werden in der 50.000 Euro teuren Studie geprüft. Den Auftrag vergab der Rat an das Architekturbüro Sander Hofrichter Architekten aus Ludwigshafen, das auch den Ausbau der IGS Contwig betreut. Bis zum Frühjahr muss die Studie fertiggestellt sein. Vier Alternativen werden geprüft: Umbau, Sanierung und Erweiterung des bestehenden Rathauses in Thaleischweiler-Fröschen; Umbau und Sanierung der bestehenden Rathäuser in Thaleischweiler-Fröschen und Wallhalben; der Neubau eines Rathauses (in Thaleischweiler-Fröschen); und der Umbau sowie die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Verwaltungsgebäudes der Firma Reno in Thaleischweiler-Fröschen (die RHEINPFALZ berichtete). Geprüft werden die Varianten auf viele Variablen. Neben den Bau- und möglichen Erwerbskosten sind die Unterhaltungskosten, die für die kommenden 40 Jahre erwartet werden, eine ausschlaggebende Größe. Fest stehe auch, dass neu gebaut wird, wenn die übrigen drei Varianten 80 Prozent der Kosten für einen Neubau erreichen. Dann sei eine Grenze erreicht, ab der ein Um- und Ausbau nicht mehr als wirtschaftlich angesehen werde, erläuterte Peifer dem Rat erste Ergebnisse der Gespräche mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sowie der Struktur- und Genehmigungsbehörde. ADD und SGD fordern zwingend die Machbarkeitsstudie als Entscheidungsgrundlage. Den Auftrag vergab der Rat mit 20 Ja-Stimmen, bei zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen. Er vermisse bei den Varianten, dass das Rathaus künftig in der Realschule plus in Wallhalben untergebracht wird, sagte Martin Eichert (FWG). Er stellte den Antrag auch diese Variante in der Machbarkeitsstudie zu überprüfen. Das Schulgebäude sei in einem guten baulichen Zustand, biete sich deshalb an. Zudem müsse man sich ohnehin Gedanken machen, was nach dem Ende der Realschule plus mit dem Gebäude passiert, erläuterte Eichert. Die Frage nach dem künftigen Verwaltungsgebäude sei keine Frage des Standortes, sondern eine Frage des Geldes, sagte Eichert. Es sei den Bürgern der früheren Verbandsgemeinde Wallhalben nicht zuzumuten, dass sie – nachdem mit ihrem Geld das aktuelle Rathaus in Wallhalben saniert und modernisiert wurde – erneut Geld in die Hand nehmen, um einen Verwaltungssitz zu bezahlen. Verbandsbürgermeister Thomas Peifer erklärte, dass das Schulgebäude aus mehreren Gründen keine Option sei, die in Betracht gezogen werden könne. Zum einen sei im Fusionsgesetz für die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben klar festgeschrieben, das der Sitz der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen sei. „Der Sitz der Verbandsgemeinde ist geklärt“, unterstrich Peifer. Deshalb komme das Gebäude sicher nicht in Betracht. Zudem gehöre das Schulgebäude dem Kreis, der Träger der Realschule ist. Es sei deshalb zunächst einmal Sache des Kreises zu entscheiden, was mit dem Gebäude passiert. Natürlich werde sich die Verbandsgemeinde gemeinsam mit dem Kreis Gedanken machen, wie eine sinnvolle Weiternutzung einmal aussehen könnte. Vertraglich ist es so geregelt, dass der Kreis nach dem Auslaufen der Schule das Gebäude der Verbandsgemeinde anbietet. Ob die das Gebäude übernimmt, ist ihre Entscheidung. Übernimmt sie es nicht, kann sich der Kreis über anderweitige Vermarktungs- oder Nutzungsmöglichkeiten Gedanken machen. An diesem Punkt sei man noch nicht. Eicherts Antrag wurde mit neun Ja-Stimmen, bei 15 Gegenstimmen und einer Enthaltung abgelehnt. |add

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