Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel „Ehe-Jubiläum“ von Waldfischbach und Burgalben fällt bescheidener aus als geplant

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Vor 50 Jahren fusionierten die Gemeinden Waldfischbach und Burgalben zur heutigen Gemeinde Waldfischbach-Burgalben. Dieses Ereignis wird am Sonntag, 1. September, im Bürgerhaus mit einem Festakt gefeiert. Allerdings in einer reduzierteren Form als geplant – was auch mit den Medaillen zusammenhängt.

Zum einen wird bewusst reduziert, um Kosten zu sparen. Zum anderen wird notgedrungen reduziert, weil zum Beispiel die Medaillen fehlen, um wie vorgesehen verdiente Bürger zu ehren. Dass diese Medaillen nicht vorhanden sind, fiel Ortsbürgermeister Michael Oestreicher (BWB) und dem Beigeordneten Roland Schumm (CDU) auf, als sie nach der Übernahme der Amtsgeschäfte auch die Leitung im Arbeitskreis übernahmen, der sich mit der Vorbereitung des Jubiläums befasst. Den hatte bis dahin die frühere Ortsbürgermeisterin Anna Silvia Henne (SPD) inne gehabt, diese Position mit dem Amtswechsel nach der Wahlniederlage aber auch aufgegeben.

Ehrung soll würdig nachgeholt werden

Keine Medaillen vorhanden, keine Hinweise, wo es noch welche gibt oder wo sie produziert wurden, und auch keine Medaillen frühzeitig nachbestellt. „In der Kürze der Zeit lassen sich diese Medaillen nicht nacharbeiten“, erläutern Schumm und Oestreicher. Die Medaillen fehlen, aber die Einladungen zur Ehrung hatte Henne den Bürgern, die geehrt werden, bereits frühzeitig nach dem Ratsbeschluss zukommen lassen. „Uns blieb nun keine andere Möglichkeit, als die Bürger anzuschreiben, um ihnen mitzuteilen, dass die Ehrung an diesem Tag leider nicht stattfinden kann“, erläutern Schumm und Oestreicher. Die Ehrung werde aber in einem würdigen Rahmen bei anderer Gelegenheit nachgeholt, wenn es wieder Medaillen gibt.

Alle Bürger eingeladen

Das wichtigste Anliegen, das Schumm und Oestreicher mit dem Pressegespräch zur 50-Jahr-Feier jedoch verbinden: „Wir wollen auf diesem Wege die Bürger, alle Institutionen, Firmen, Vereine einladen mitzufeiern“. Denn auch das sei ein Problem gewesen, das sich aufgetan habe: Es seien zum Beispiel noch keine Einladungen an Firmen oder Vereine rausgegangen, seien auch nicht vorbereitet gewesen. So habe es beispielsweise an Adressen gemangelt. Auch das sei in der Kürze der Zeit nicht mehr zu lösen, deshalb nun die öffentliche Einladung. Im Arbeitskreis, aus dem sich zwischenzeitlich die von SPD-Seite benannten Mitglieder verabschiedet haben, waren zu erledigende Arbeiten unterverteilt worden, „und wir mussten feststellen, dass manche Aufgaben nicht oder nur teilweise erledigt waren“, resümiert Schumm. Was in der Kürze der Zeit noch gelungen sei, dass man jene Bürger persönlich einlud, die 1969 geboren sind, also ebenfalls ihren 50. Geburtstag feiern.

Budget muss gekürzt werden

Eine wichtige Aufgabe sei auch die Deckelung des Budgets gewesen. Der klammen Gemeinde, die keinen genehmigten Haushalt hat, war von der Kommunalaufsicht in Aussicht gestellt, dass sie eine vertret- und nachvollziehbare Summe für das Fest ausgeben dürfe. „Dieser in Aussicht gestellten Summe haben wir uns jetzt angenähert“, sagt Schumm. Das bedeute, dass man das zuvor im Arbeitskreis immer in den Raum gestellte Budget um zwei Drittel gekürzt habe, ergänzt Oestreicher. „Weniger Hollywood“, verdeutlicht Schumm, wie gespart wird. Zum Beispiel beim Catering. Selbstverständlich werde es eines geben. Aber in bodenständigerer Version und günstiger als geplant. Zudem wolle man den Vereinen auf dem Bruchwissefeschd keine Konkurrenz beim Essen machen. Kein unwesentlicher Posten im Budget ist TV-Moderator Markus Appelmann, der moderieren wird. Und zwar beim Festakt und bei der Bunten Bühne auf dem „Bruchwissefeschd“ am Sonntag gegen 14 Uhr. Die ist Ziel zweier historischer Dorfspaziergänge im Rahmen des Jubiläums, die nach dem Festakt vom Bürgerhaus zum Fest führen. „Der Vertrag mit dem Moderator war bereits geschlossen“, erläutert Schumm.

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