Rheinpfalz „Die Zusammenarbeit funktioniert“

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Mit Feuer kennen sich Feuerwehrleute aus der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben aus. Dass jetzt im Zuge der Rücktritte des bisherigen Wehrleiters Thomas Weber (1. Oktober) und eines seiner drei Stellvertreter, Matthias König (zum 31. Dezember), versucht werde, Feuer unter ihrem Dach zu legen – mit Unwahrheiten, Halbwahrheiten und Unterstellungen –, dagegen wehrt sich die Wehr.

In einem Pressegespräch nahmen Vertreter der Wehr und Werner Scheerer, bei der Verbandsgemeinde zuständig für den Bereich Feuerwehr, Stellung. Verbandsbürgermeister Thomas Peifer ist zurzeit in Urlaub. Ausgelöst wurden diese Gerüchte dadurch, dass mit Weber, der sich komplett von der Feuerwehr, auch von seiner Heimatwehr Wallhalben, verabschiedet hat, und König, der Wehrführer in Saalstadt bleibt, die beiden Wehrleitungsmitglieder aus der früheren Verbandsgemeinde Wallhalben ausscheiden. Deshalb war unterstellt worden, dass gerade die örtliche Wehr aus Thaleischweiler-Fröschen massiv zu deren Rücktritten beigetragen habe. Deren Führer Florian Auer bestritt das. Er und Markus Helfrich, Wehrführer in Wallhalben, machten gemeinsam deutlich, dass die Zusammenarbeit gut funktioniere. „Klar ist, dass zwei Wehren mit unterschiedlichen Menschen, Standards und Arbeitsweisen fusionieren müssen. Das geht nicht ohne Diskussionen und Reibereien. Aber wenn ich Richtung Enkenbach blicke, wo die Wahl des Wehrleiters sogar Gerichte beschäftigte, bin ich stolz und froh, wie gut das hier läuft“, sagte Harald Borne (Rieschweiler-Mühlbach), kommissarischer Wehrleiter. Beim Zusammenwachsen von 500 Wehrleuten (inklusive Jugendwehren) könne auch nicht nur „Friede, Freude, Eierkuchen“ herrschen. „Das läuft nicht ohne konstruktive und kritische Gespräche ab. Schließlich hat von den Beteiligten noch niemand eine Fusion in dieser Form durchgeführt, Erfahrungen gab es nicht“, so Borne. Es habe kein Handbuch dafür gegeben, bestätigte der stellvertretende Wehrleiter Stefan Becherer (Thaleischweiler-Fröschen). „Die Fusion wird einfach gemacht, aber an die Menschen nicht gedacht“, kritisierte König. Sein Rücktritt sei der Tatsache geschuldet, dass er den Mehraufwand, den die Feuerwehr nach der Fusion mit 21 Löscheinheiten verursache, mit seiner beruflichen Tätigkeit nicht mehr unter einen Hut bringen könne. Die Situation sei nicht einfach gewesen, weil nach der Fusion die Sachbearbeiterposition bei der Verbandsgemeinde-Verwaltung zunächst unbesetzt gewesen sei. Das habe noch mehr Arbeit auf den Schultern der Verantwortlichen bei der Feuerwehr bedeutet. Die Stelle sei jetzt besetzt. Zudem sei es ein intensives Jahr mit mehr als 120 Einsätzen bis dato gewesen, inklusive Großbrand an Silvester, Großbrand in Rieschweiler-Mühlbach und Lkw-Unfall auf der Autobahn.

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