Rheinpfalz Die letzten Hochzeitsvorbereitungen laufen
Im Jahr vor der Fusion mit der Verbandsgemeinde (VG) Kaiserslautern Süd muss die VG Landstuhl noch einige Vorbereitungen treffen. Vor allem das neue Verwaltungsgebäude in der Bahnstraße wird dringend benötigt. Das Großprojekt soll so schnell wie möglich umgesetzt werden. Viel Geld wird in die Integrierte Gesamtschule investiert.
„Tatsache ist: Wir müssen das Ding bauen“, betont der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landstuhl, Degenhardt (CDU), dass die Errichtung des neuen Verwaltungsgebäudes gerade im Hinblick auf die Fusion mit der VG Kaiserslautern Süd wichtig ist. Etwa drei Millionen Euro werde das Projekt voraussichtlich verschlingen. „Baubeginn ist im Frühjahr geplant“, sagt Degenhardt. Ob der Plan eingehalten werden kann, sei allerdings ungewiss. Bei der guten Auftragslage im Baugewerbe befürchtet Bürgermeister Degenhardt, dass sich eventuell so schnell kein Unternehmen findet, das gleich zu einem angemessenen Preis mit den Bauarbeiten loslegen kann. Bis Anfang 2019 sollte das Gebäude jedoch schon stehen. Zwar habe die VG Kaiserslautern Süd ihr Verwaltungsgebäude noch bis zum Ende dieses Jahres gemietet. Dennoch werde Landstuhl ja zum zentralen Verwaltungsstandort der fusionierten Verbandsgemeinden. Da sollten alle Mitarbeiter gleich einen Arbeitsplatz an Ort und Stelle besetzen können. Weitere Vorbereitung auf den Zusammenschluss stünden vor allem im EDV-Bereich an, erläutert Degenhardt. Momentwerden in den Verwaltungen noch unterschiedliche Computerprogramme verwendet. Die sollen im laufe des Jahres einander angeglichen werden. „Da rechnen wir mit Kosten von einer Million Euro“, erläutert Degenhardt, was die Erneuerung der Heizungsanlage an der IGS Landstuhl kosten wird. Diese Maßnahme werde mit 90 Prozent aus dem Förderprogramm KI 3.0 bezuschusst. An der VG bleiben demnach 100.000 Euro hängen. Für 1,4 Millionen Euro wird auch die kleine Turnhalle an der IGS komplett saniert. Aus besagtem Förderprogramm gibt es dafür rund 900.000 Euro. Außerdem bekommt die IGS einen neuen Eingangsbereich. Dabei werden auch die Fenster an der Gebäudefront erneuert. Kostenpunkt: 500.000 Euro. Insgesamt werden also allein in die IGS Landstuhl 2,9 Millionen Euro investiert. 1,1 Millionen Euro davon muss die VG selbst berappen. Der Rest kommt aus dem KI 3.0-Fördertopf. Den Brandschutz verbessern ist in der Heidenfels Grundschule in Kindsbach angesagt. Dazu muss ein zweiter Rettungsweg eingerichtet werden. Der Austausch der Decken steht auch bevor. „Da ist noch Schilf drin“, erläutert Degenhardt, wie alt diese bereits sind und erklärt gleichzeitig, wieso hier etwas geschehen muss. Denn das trockene Schilf brenne im Ernstfall natürlich hervorragend. Diese Maßnahme werde grob geschätzt rund 400.000 Euro verschlingen. Ob mit den 400.000 Euro für die Sanierung der Mehrzweckhalle Kindsbach zur Verfügung stehenden Mitteln sowohl die Sanitäranlagen als auch der Prallschutz erneuert werden können, müsse noch ermittelt werden. Falls das Geld nicht für beides reichen sollte, sieht Degenhardt die Priorität bei den Sanitäranlagen. Diese sollen auch in den Feuerwachen in Landstuhl und Kindsbach für insgesamt 200.000 Euro auf den neusten Stand gebracht werden. Zudem wird für die Landstuhler Wehr eine sogenannte Schlauchpflegekompaktanlage für 100.000 Euro angeschafft. Damit können die Feuerwehrschläuche fast vollautomatisch gewaschen werden. Die Gerätewarte können sich in dieser Zeit anderen Tätigkeiten widmen. Die Rathaus-Sanierung wird in diesem Jahr abgeschlossen. Im Keller müssen noch ein paar Balken ausgetauscht werden. Auch die Isolation der Außenwand Richtung Lindenstraße werde dabei angegangen. 500.000 Euro sein dafür veranschlagt. „Die werden wir aber bestimmt nicht ganz brauchen“, schätzt Degenhardt. „Wir wollen in die E-Mobilität einsteigen“, nennt Degenhardt noch ein kleineres Projekt, mit dem die VG eine Vorbild-Funktion übernehmen wolle. Ein Elektro-Lastwagen für den Bauhof soll geleast werden. Etwa 300 Euro im Monat werde das kosten. Dazu komme noch der zu zahlende Anfangsbetrag. Dafür seien 10.000 Euro eingeplant. Von einem Kauf sehe die VG ab, da eine rasante Entwicklung bei den Elektroautos möglich sei. Da könne die Verwaltung bei einem Leasing-Fahrzeug einfach schneller reagieren und auf neuere Technik umsteigen.