Rheinpfalz Die Fusion als große Chance ansehen

Die Grünen treten mit einer Liste nun auch bei den Wahlen zum Verbandsgemeinderat Dahner Felsenland an, wo sie seit 2009 nicht mehr vertreten waren. Darüber informierte Spitzenkandidat Bernd Schumacher aus Ludwigswinkel.
Nach der Aufstellung der Kreistagsliste sei auch eine Liste für den VG-Rat Dahner Felsenland aufgestellt worden, informierte gestern Spitzenkandidat Bernd Schumacher. Jetzt könnten sie wieder eine klare politische Alternative für eine nachhaltige, ökologische und soziale Politik anbieten. Wie Schumacher weiter mitteilt, wollten sie mindestens wieder mit Fraktionsstärke in den Verbandsgemeinderat einziehen. Neben bewährtem Personal setzten sie dabei auf junge Kräfte wie die 19-jährige Frauke Trott aus Fischbach-Petersbächel. Ihr Engagement in der verbleibenden Zeit bis zur Fusion der beiden Verbandsgemeinden Hauenstein und Dahner Felsenland gelte insbesondere dem Klimaschutz, der bei den zurzeit im Rat vertretenen Parteien keine Rolle spiele, kündigte Schumacher an. Dazu gehöre der Schutz vor Starkregenereignissen wie der weitere gezielte Ausbau der erneuerbaren Energien. Darüber hinaus wollten sie die starken Grünen im VG-Rat Hauenstein dabei unterstützen, nicht einfach nur nominal die größte Verbandsgemeinde im Landkreis entstehen zu lassen, sondern auch die nachhaltigste und modernste. „Die Fusion muss als große Chance gesehen werden, aber dazu ist es notwendig, nicht einfach den vorhandenen Status quo zusammenzulegen“, so Schumacher. Dabei bestehe im Dahner Felsenland kein Grund zur Hochnäsigkeit gegenüber den Bürgern in Hauenstein. Bei der Fusion müssten die Stärken beider aufgenommen werden. Aber nicht nur ökologische Belange stünden auf ihrer Agenda. Eine ganze Reihe von Verbandsgemeinden entwickelten Digitalisierungsstrategien. Dafür würden kostenlose Workshops angeboten. Keine einzige VG im Kreis, auch nicht die VG Dahner Felsenland und Hauenstein, habe das bisher angenommen. Die Bürger- und Ratsinformationssysteme beider Verbandsgemeinden seien dürftig bis nicht vorhanden, Live-Stream-Übertragungen von Ratssitzungen seien Fehlanzeige, ebenso detaillierte Infos über Haushaltspläne oder Kalkulation der Gebühren, oder Erläuterungen zur Verschuldung der Werke – die höchste in Rheinland-Pfalz. Die Menschen im Sauertal und im Luger Tal hätten die gleichen Probleme, etwa mit schlecht ausgebautem Nahverkehr. Dies wollten sie mit der Schaffung moderner ÖPNV-Angebote verbessern. Eine Anbindung an die Bahnhöfe des Rheinland-Pfalz-Taktes sowie die Integration der Wieslauterstrecke in den Rheinland-Pfalz-Takt gehörten dazu. Der Umstieg auf lokal emissionsfreie Mobilität müsse durch die öffentliche Hand mit mindestens sechs Schnell-Ladestationen für das VG-Gebiet gefördert werden. Auch die Anschaffung von E-Dienstfahrzeugen sei längst überfällig. Die Grünen hielten energetische Quartierskonzepte für notwendig, um die durch Steuermittel öffentlich geförderte Anpassung des Gebäudebestandes in den Dörfern an die Belange des Klimaschutzes anzugehen. Bei der ärztlichen Versorgung im Dahner Tal müssen alle Beteiligten – Kommunen, Land, Ärzte (KV) und die regionalen Krankenhäuser in die Pflicht genommen werden. Für das Biosphärenhaus in Fischbach müssten zügig tragfähige Strukturen, transparente Entscheidungsgremien und neue Nutzungskonzepte her. Die Kandidatenliste Bernd Schumacher, Ludwigswinkel, Berthold Haas, Busenberg, Frauke Trott, Fischbach-Petersbächel, Claus-Martin Trojok, Busenberg, Andreas Guth, Busenberg, Gilda Gödert, Erfweiler, Winfried Gödert, Erfweiler, Tamara Haas, Busenberg, Rolf Birnstein, Fischbach-Petersbächel, Kurt Pichler, Ludwigswinkel.