Rheinpfalz Diamanthochzeit: Am Bodensee kennengelernt

KRÖPPEN. Am Bodensee haben sich Hans Höh aus Kröppen und Anni Munzinger aus Höheinöd einst kennengelernt. Das war 1952. Heute feiern die beiden in der Hauptstraße 14 in Kröppen im kleinen Kreis ihre Diamanthochzeit.
Vor 60 Jahren schlossen sie vor Kröppens damaligem Bürgermeister und Hans Höhs Vater Albert Höh den weltlichen Ehebund, den kirchlichen Segen erteilte ihnen Pfarrer Friedrich Karl Puttkammer in der protestantischen Kirche Luthersbrunn. Nach der Volksschule arbeiteten beide im landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern mit. 1952 ging Anni Munzinger dann mit der Kreislandjugend auf eine Bodenseefahrt. „Dabei gab es in Konstanz die erste Begegnung mit meinem heutigen Mann“, erinnert sich die heute 86-Jährige. „Zwei Jahre später verlobten wir uns“, ergänzt ihr ein Jahr älterer Ehemann. Im Jahr darauf fand die Hochzeit statt. Gemeinsam stiegen sie in den Landwirtschaftsbetrieb Höh ein. „Denn meine Vorfahren waren alle in der Landwirtschaft“, sagt Hans Höh. Er machte seinen Landwirtschaftsmeister, bildete Lehrlinge aus und erhielt 2004 nach einem halben Jahrhundert seinen Goldenen Meisterbrief. Heute läuft der Betrieb auf ihren 1965 geborenen Sohn Mathias, der mit seiner Familie im Nachbarort Vinningen wohnt. Dessen zwei Jahre älterer Bruder Ludwig lebt mit seiner Familie in Obernheim-Kirchenarnbach. Hans und Anni Höh haben drei Enkel. Beide können auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Hans Höh arbeitete 50 Jahre als landwirtschaftlicher Berichterstatter für das Statistische Landesamt in Bad Ems. 1996 verlieh ihm Ministerpräsident Kurt Beck die Landesehrennadel, die ihm Landrat Hans Jörg Duppré 1997 überreichte. Höh war Vorsitzender des Bauernvereins und je zwei Wahlperioden Presbyter in Luthersbrunn und Schöffe. Zu den Gratulanten gehören auch Bürgermeisterin Silvia Seebach für die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land und Ortsbürgermeister Ottmar Schwarz. Letzterer überbringt allerdings nur die Geschenke für Ministerpräsidentin Malu Dreyer und den Landrat. Denn im vergangenen Jahr hatte der Kröpper Gemeinderat bei Gratulationen zu Ehejubiläen den Rotstift angesetzt. Als Nachbar des „Diamantpaares“ lässt er sich aber einen Besuch nicht nehmen. (dan)