Rheinpfalz „Daniel Theysohn“ stellt auch einen Anspruch an die Schule

Placeholder-Image

Die Namensgebung „Daniel Theysohn“ für die Integrierte Gesamtschule (IGS) Waldfischbach-Burgalben wurde am Montag mit Schülern, Eltern, Lehrern, Vertretern aus Politik, öffentlichen Einrichtungen, der Verbandsgemeindeverwaltung, Kirchen, der Geschäftswelt und der Daniel-Theysohn-Stiftung bei einem Festakt gefeiert.

Seit Beginn des laufenden Schuljahres heißt die Integrierte Gesamtschule Daniel-Theysohn-IGS Waldfischbach-Burgalben. „Mit Daniel Theysohn nennen wir uns nach einem in der Region bekannten Wohltäter und Förderer junger Menschen“, sagte Schulleiterin Irmgard Bauer. Ganz nach der Maxime von Theysohn – „Erziehung ist Beispiel und Liebe und sonst nichts“ – sieht sie es als Aufgabe an, „die Schule als Raum zu gestalten, in dem sich die Schüler wohlfühlen, als Raum, in dem Platz ist für Anteilnahme und menschliche Wärme“. Es gelte, die Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Startbedingungen zu fördern, zu fordern und zu unterstützen. Gerhard Andreas, der Vorsitzende der Stiftung, sagte, dass die Stiftung „angenehm überrascht“ war, als Bauer die Idee vorgetragen hatte, der IGS den Namen des Stiftergründers geben zu wollen. Eine positive Bestätigung – für das Wirken des Stifters und der Stiftung – sei dabei die Begründung des Vorschlags gewesen, wonach der Name Daniel Theysohn in Schüler- und Elternkreisen durchgängig bekannt sei und große Wertschätzung erfahre. „Die Namenswahl sei für eine Schule von besonderer Bedeutung. Er ist Träger der Identität, er ist das Gesicht nach außen und er macht sie unverwechselbar.“ Darüber hinaus solle er die Identifikation der Schülerschaft, des Lehrerkollegiums und der Bevölkerung mit der Schule dienen. Die Benennung gerade der IGS Waldfischbach-Burgalben nach Daniel Theysohn sei „hervorragend geeignet, diese Ziele zu erreichen“. Dies werde deutlich, wenn man das Leben und Wirken des Namensgebers aus verschiedenen Blickwinkeln betrachte, nämlich als Unternehmer, als Stifter und als Mensch. Der Unternehmer habe über viele Jahre seinen Betrieb, die Tehalit GmbH in Heltersberg, immer weiter entwickelt, vielen Menschen der Region gut bezahlte Arbeit gegeben und den Kommunen mit zum Aufschwung verholfen. Der Mensch Theysohn sei bekannt gewesen für die Tugenden Fleiß, Zielstrebigkeit, Toleranz und Bescheidenheit. Aufgrund dieser Eigenschaften sei er in allen Teilen der Bevölkerung beliebt und geachtet gewesen. Der Stifter wendete sich ganz stark den Jugendlichen aus seinem Lebenskreis zu und unterstützt sie finanziell bei ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung seit der Gründung der Stiftung. „Hierbei hat er vorrangig aus der Überzeugung gehandelt, dass eine gute schulische und berufliche Ausbildung als Grundlage für ein Leben in Zufriedenheit und Wohlstand unverzichtbar sind“, sagte Andreas. Als vorausdenkender Unternehmer sei ihm bewusst gewesen, dass sich ein moderner Betrieb im Wettbewerb nur behaupten könne, wenn er gebildete und gut geschulte Fachkräfte als Mitarbeiter habe. Die Stiftung wird der Schule einen großen Bewegungsparcours und eine Doppelschaukel zum Aufwerten des Außenbereichs finanzieren. Die Geräte sollen im Frühjahr aufgebaut werden, kündigte Andreas an. Gerhard Dohna von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Neustadt erinnerte daran, dass sich die Schule auf die gymnasiale Oberstufe vorbereite, die im Schuljahr 2015/16 starten soll. Der Namensgeber stehe symbolisch für Werte wie Humanität, Solidarität und Loyalität, ein deutliches Zeichen für alle Angehörigen der Schulgemeinschaft. Als Menschenfreund und Visionär habe er einen enormen Beitrag für den wirtschaftlichen Erfolg der Region geleistet. Auch für die IGS stünden die individuelle Förderung junger Menschen sowie ein vertrauensvolles Miteinander im Schulalltag an erster Stelle. Daher erscheine die Benennung der Schule nach einem der bedeutendsten Wohltäter und Ehrenbürger der Region als im besonderen Maße sinn- und identitätsstiftend. Denn für Daniel Theysohn sei die Förderung von Talenten, insbesondere von wirtschaftlich benachteiligten Schülern, zeitlebens eine Herzensangelegenheit gewesen. Landrat Hans Jörg Duppré zeigte sich mit der Auswahl des Namens „sehr einverstanden“. Dieser sei der Schule nicht einfach zugewachsen, sondern aus Diskussionen mit vielen entstanden, bevor die Stiftung und der Kreis als Träger ihre Zustimmung erteilten. „Daniel Theysohn war eine erfolgreiche, unverwechselbare Persönlichkeit. Er wollte seinen Erfolg mit denen teilen, die ihm sein persönlicher Erfolg erst ermöglicht haben, den Menschen in der Region. Er wollte dass die Region auch eine Zukunft hat, weshalb er auf die Jugend setzte“, sagte der Landrat. Die Schule habe sich mit dem Namen einen Anspruch gestellt. Verbandsbürgermeister Winfried Krämer bedankte sich bei der Stiftung, die besonders auch die Jugendlichen aus den Holzlandgemeinden unterstützt, und ebenso zahlreiche Maßnahmen der Gemeinden und Vereine, die oftmals ohne die Mithilfe der Stiftung nicht durchführbar wären. Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten die Schüler der IGS mit Musik, Gesang und gymnastischen Darbietungen. (jn)

x