Rheinpfalz
Clausen/Waldfischbach-Burgalben: Fasnachtsprinzessin folgt auf Dreigestirn
Auf das Dreigestirn der Exen – Prinzessin Bianca Hornbrecher, Bauer Melanie Becker und Jungfrau Natalie Alt – folgt Prinzessin Jennifer I. Am Sonntagnachmittag nahm Jennifer Heim Krone und Zepter im voll besetzten Saal des Sportheims des FK Clausen in Empfang. „Das Dreigestirn ist Geschichte“, kündigte Moderator Sascha Ritzstock die Amtsübergabe an.
Die ehemalige Tollität des Carnevalvereins Donsieders, sie regierte in der Session 2017/18, machte ihr Motto deutlich: „Pflegekraft bin ich am Tage, Prinzessin in der Nacht, das haben wir uns so ausgedacht.“ Zur fünften Jahreszeit befand die neue Prinzessin der Exen: „Genießt den Fasching und fühlt euch frei, am Aschermittwoch ist alles vorbei.“
Mit einem bunten Programm aus Beiträgen in der Bütt und Tanz sprang der närrische Funke schnell auf das Publikum über, in dem zahlreiche Vertreter befreundeter Vereine und der ehemalige Verbandsbürgermeister von Rodalben, Werner Becker, saßen.
„Kaffee trinken und Eier kraulen“
Michael Lelle vom Karnevalverein Heggeschlubber aus Fischbach rechnete vor allem mit den Mitarbeitern der Kreisverwaltung ab. Als die Landrätin bei ihrer Amtsübernahme gefragt wurde, wie viele Mitarbeiter bei der Kreisverwaltung arbeiten, habe sie geantwortet: „Ich hoffe, die Hälfte.“ Die Beamten im öffentlichen Dienst seien die ersten beiden Stunden eines Arbeitstages mit „Kaffeetrinken und Eier kraulen“ beschäftigt.
Für einen Höhepunkt in der Bütt sorgte Jana Müller vom Karnevalverein Narrhalla Herxheim. Die junge Frau sinnierte über ihre sportlichen Fähigkeiten: „Das Sportlichste an mir ist der Eisprung.“ Schnell und schlagfertig erklärte sie die Unterschiede zwischen „hier“ und „da“ so gut, dass das Publikum sie nicht ohne Zugabe abtreten ließ.
Das Tochter-Mutter-Duett Vanessa und Verena Becker sorgte für Lacher beim Thema Generationskonflikte verbaler und gesanglicher Art. Den Abschluss in der Bütt machte Jenny Lorenz vom Carneval- und Unterhaltungsverein Landstuhl. Ihr Thema war das „elegante Abnehmen mit ,Schüttel den Speck’“.
Außerdem gaben die Rammmelsbacher Wackepicker, das Männerballett des LCC Landau und die Neunkircher Entengarde tänzerische Kostproben ihres Könnens.
Die neue Prinzessin Jennifer Heim
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, lautet ein Sprichwort. Das trifft auf die neue Tollität der Exen zu, Jennifer Heim. Dank ihrer Mutter Kerstin war der 26-jährigen Waldfischbacherin die Lust am Närrischen in die Wiege gelegt. „Ich war schon als kleines Kind mit meiner Mama auf vielen Faschingsveranstaltungen“, erzählt die neue Exen-Vertreterin. Wie der Name Carnevalverein der Exen vermutet lässt, handelt es sich keineswegs um eine Anfängerin als Prinzessin. In der Kampagne 2017/18 trug sie die Krone und hielt das Zepter beim Carnevalverein Donsieders. „An sich wollte ich mal pausieren, ich hab mich aber breitschlagen lassen, das Amt anzunehmen, als ich gefragt wurde“, erinnert sich die neue Tollität.
Die junge Frau regiert, wie man es von einer Prinzessin erhofft, noch ohne Prinz an ihrer Seite. Von Freunden wird Jennifer Heim als sozial und emotional beschrieben. „Wenn mir etwas total gegen den Strich geht, dann kann mir auch schon mal der Kragen platzen“, sagt die frisch gebackene Prinzessin des Carnevalvereins der Exen. Ihre Antrittsrede am Sonntag vor großem närrischem Publikum hat sie jedenfalls bravourös gemeistert. Sie bringt alles mit, was man von einer Prinzessin mit Regentschaftserfahrung erwarten kann.
Ihr Ziel für die laufende Kampagne: „Spaß haben, sonst nichts, die Leute kennen mich ja.“ Privat ist Jennifer Heim ein Familienmensch: Bei gemeinsamen Unternehmungen mit Familie und Freunden an Wochenenden tankt sie Energie zum Ausgleich für die Strapazen, die der Schichtdienst mit sich bringt. Auf die vielen öffentlichen Termine zur Faschingszeit freue sie sich, es gelte das Motto: einmal Fasnachter, immer Fasnachter.