Rheinpfalz Beim Wasserlauf werden Arme lang und länger

Mit dem Wasserlauf ging die Ferienfreizeit in Horbach zu Ende. Christof Spang vom DRK Holzland (unten) war gefordert, den Jungs
Mit dem Wasserlauf ging die Ferienfreizeit in Horbach zu Ende. Christof Spang vom DRK Holzland (unten) war gefordert, den Jungs und Mädels genügend Wasser für den Wettbewerb zu reichen. Kreisjugendpfleger Andreas Schröder (hinten) feuerte Wasserschöpfer und Läufer an.

Zweite Ferienwoche in den Sommerferien? „Da ist Horbach gebucht“, sagt Edith Scharwath lachend. Für sie bedeutet das, dann ist sie selbst gebucht. Gemeinsam mit Tochter Diana Landoll sorgt sie dafür, dass die Teilnehmer und Helfer bei der Sommerspaß-Ferienfreizeit des Landkreises Südwestpfalz in der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben in Sachen Essen immer top versorgt sind.

„Wir haben hier einfach perfekte Bedingungen“, sagt der zuständige Kreisjugendpfleger Andreas Schröder. Nicht nur, weil er weiß, dass Edith und Diana in Sachen Essen für gute Laune sorgen – Schnitzel mag jeder, und Kartoffeln gehen fast zentnerweise weg. Die Mehrzweckhalle und das angrenzende Gelände mit Bach sind zudem ideal, um gemeinsam etwas zu unternehmen oder sich individuell zu beschäftigen. „Langweilig wurde es nie“, sagt Schröder lachend. Bis zur letzten Freizeitminute gibt es Action. „Das ist der traditionelle Horbacher Wasserlauf“, erklärt der Jugendpfleger, während unten an der Brücke Stimmung herrscht. Die drei Gruppen, in die die 45 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren aufgeteilt sind, feuern jeweils ihre Läufer an. Die bekommen von Christof Spang vom DRK Holzland aus Waldfischbach-Burgalben, das für die medizinische Versorgung zuständig ist, Wasser aus dem Horbach gereicht. Dann heißt es: Tempo aufnehmen und gleichzeitig Vorsicht walten lassen. Es gilt, so viel Wasser wie möglich über das Gelände, das am Ende steil ansteigt, nach oben zu transportieren. Die Gruppe, die in der vorgegebenen Zeit den vollsten Eimer im Ziel hat, gewinnt. Auf dem Weg warten allerdings noch ein paar Hindernisse auf die Läufer. Rauf auf den Stuhl, runter vom Stuhl – nix verschütten. Auf jeden Tropfen muss man aufpassen, wenn das Wasser von einem in einen anderen Eimer umgeschüttet wird. Kurz bevor das Wasser zum krönenden Abschluss mit einem kleinen Becher ins Zielgefäß umgefüllt werden muss, wartet der Slalom-Parcours bergauf. Da werden die Arme, die den Wassereimer tragen, immer länger. Aber Schröder und seine sieben helfenden Betreuer feuern die Teilnehmer immer wieder an. „Auf Luisa, du schaffst das“. Wasser ist ein Element der Natur, und „Natur erleben“ ist das Motto dieser Ferienfreizeit. „Zur Natur gehört eben auch Regen“, sagt Schröder. Denn just an dem Tag, an dem Andreas Stern vom Erlebnispädagogikzentrum Canis lupus, das beim Biosphärenhaus angesiedelt ist, die Freizeitteilnehmer zum Geocachen bat, schüttete es immer wieder vom Himmel. „Hat trotzdem Spaß gemacht“, weiß Schröder von den Teilnehmern, die von der Freizeit neben zahlreichen Erinnerungen auch selbstgebastelte Insektenhotels und Eulen mit nach Hause nehmen. Während für die Kinder aus dem Bereich um Waldfischbach-Burgalben die Erlebnisfreizeit zu Ende ist, heißt es aktuell für Kinder aus der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben „Natur erleben“. In dieser Woche bieten Schröder und sein Team dort täglich ab 7.30 Uhr Ferienbetreuung und Ferienspaß an. Was für Horbach wegen der Top-Bedingungen immer in der zweiten Ferienwoche gilt, gilt in Nünschweiler wegen hervorragender Bedingungen für die dritte Woche der Sommerferien: „Ist gebucht“.

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